Vor dem katastrophalen Erdbeben in Südostasien hat sich über viele Jahrzehnte - womöglich an die zwei Jahrhunderte - unsichtbar Spannung im Untergrund aufgebaut. Dass das Beben noch in gut tausend Kilometer Entfernung vom in Myanmar gelegenen Epizentrum ein im Bau befindliches Hochhaus in Bangkok zum Einsturz bringen konnte, ist nach Worten des Münchner Geophysikers Martin Käser maßgeblich auf den weichen Untergrund der thailändischen Hauptstadt zurückzuführen.