Entsorgung in Zella-Mehlis Neuer Wertstoffhof: Alles außer Hausmüll und Holz

Roland Schmidt und Holger Hahn lüften die Öffnungszeiten des neuen Wertstoffhofes. Ab Dienstag geht’s los. Foto: Michael Bauroth

Die Schmalkalden Stadtreinigung zieht ab, die Stadt übernimmt: Ab Dienstag werden die Zella-Mehliser ihre Wertstoffe und den Garten-Grünschnitt auf dem Gelände in der Heinrich-Ehrhardt-Straße los.

Zella-Mehlis - An Roland Schmidt müssen seit 1998 alle vorbei, die auf dem Gelände in der Heinrich-Ehrhardt-Straße Ziegelbruch, Betonschutt und Kartonagen abgeben wollen. Auch am Dienstag kommender Woche wird er am Eingang stehen und genau hinschauen, welche Wertstoffe die Zella-Mehliser vorbeibringen. „Wir nehmen alles außer Hausmüll und Holz. Das kann nur an der Müllverbrennungsanlage abgegeben werden“, erklärt er. Auch Tierkadaver gehen einen anderen Entsorgungsweg. Wer aber mit alten Handys, Kühlschränken, Pappkartons oder Grünschnitt vorfährt, der darf passieren.

Der Wertstoffhof der Stadt Zella-Mehlis ist jüngst vom Schießstand auf das Gelände in der Heinrich-Ehrhardt-Straße gezogen und nimmt am Dienstag seinen Betrieb auf.

Elf Jahre lang hatte dort die Schmalkalden Stadtreinigung GmbH (SSR), eine Tochter der Kreiswerke Schmalkalden-Meiningen GmbH, ihren Sitz. „Wir waren beunruhigt, als die SSR ihren Rückzug angekündigt hat“, sagt der Zella-Mehliser Bürgermeister Richard Rossel. Sofort habe man das Gespräch mit Landrätin Peggy Greiser und SSR-Geschäftsführer Torsten Jahns gesucht. Auch Aufsichtsratsmitglied Torsten Widder habe sich eingesetzt, eine Lösung für das Grundstück zu finden. „Vor allem die kleinen Zella-Mehliser Firmen schätzen die kurzen Anfahrtswege“, betont Richard Rossel.

Dass die Stadt Zella-Mehlis ihre Bürger nicht vergesse, lobt Landrätin Peggy Greiser . In einem konstruktiven Gesprächsprozess habe man sich über den Betrieb auf dem Areal, das in den Besitz der Stadt übergeht, verständigt, schildert sie. „Es ist wichtig, dass Abfälle dem Stoffkreislauf zugeführt werden und nicht im Wald landen“, betont Torsten Jahns. Dass sich die SSR dennoch verabschiede aus der Stadt, hat mit den Investitionsstau auf dem Gelände zu tun.

Die Übergabe eines Schraubenschlüssels markiert schließlich die symbolische Übergabe des Grundstücks. „Wir werden in den nächsten Jahren alles so herrichten, wie wir es brauchen“, sagt Richard Rossel. Was unterdessen mit dem Areal am Schießstand passiert, gibt er nicht preis. Nur, dass Gespräche liefen. at

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