Es ist ein Bild, das weh tut. Fünf von sieben jungen Bäumen auf der Streuobstwiese in der Wiesenstraße wurden am Wochenende mutwillig beschädigt, brutal entkront, ihrer Kronen beraubt. Für die engagierten Ehrenamtlichen war die Entdeckung ein Schockmoment – nicht nur wegen der zerstörten Bäume, sondern weil an diesem Ort weit mehr verletzt wurde als nur junge Äste und frische Triebe. Denn diese Bäume stehen für etwas. Sie stehen für Geduld. Für Gemeinschaft. Für Menschen, die nach Feierabend Gießkannen schleppen, in trockenen Sommern Wasser holen, junge Pflanzen anbinden, schützen, pflegen. Für Familien, die Baumpatenschaften übernehmen, damit in ihrer Heimat etwas Richtung Zukunft und Himmel wachsen kann, das tiefe Wurzeln schlägt.
Hildburghausen Entsetzen über Baum-Massaker
Daniela Rust 05.05.2026 - 10:00 Uhr