Die Ottilienkapelle verschwindet allabendlich im Dunkel des Dombergs, die Fassade des Alten Rathauses und der Waffenschmiedbrunnen heben sich nicht mehr angestrahlt aus dem Ensemble des Marktplatzes, die beiden großen Kirchen sind allenfalls noch als Silhouette zu erkennen: Die Scheinwerfer, mit denen öffentliche Einrichtungen nachts angestrahlt werden, sind als eine erste Konsequenz aus steigenden Energiepreisen ausgegangen in Suhl, und wenn es nach den Vorstellungen manch sparsamer Stadträte, vornehmlich aus den Reihen der Freien Wähler/Grüne geht, dann könnten bald auch die Straßenlaternen verlöschen. Zumindest in tiefster Nacht und zumindest stundenweise. Kombiniert mit vielleicht ebenfalls nicht mehr beleuchteten Schaufenstern der Geschäfte könnte die Innenstadt in nächtlicher Dunkelheit versinken. Auch zur Adventszeit, wo doch eigentlich die vielen Lichterketten und leuchtenden Sterne in der Innenstadt erst die richtige Einstimmung auf das Weihnachtsfest geben.