Energiekosten Schwimmhalle ändert Temperaturen nicht

Im Ilmenauer Hallenbad werden die Temperaturen in den Becken konstant gehalten: Eine Absenkung aus Energiekostengründen ist nicht geplant.

Die neue Ilmenauer Schwimmhalle arbeitet Foto: Uwe Appelfeller

Eine Bürgeranfrage beschäftigte sich am Donnerstag im Ilmenauer Stadtrat mit den Temperaturen in der neuen Ilmenauer Schwimmhalle. Bürgermeisterin Beate Misch verlas die Anfragen des Seniorenbeirates, die dem Stadtrat schriftlich vorlagen: Wurde die Raum- und Wassertemperatur in der Ilmenauer Schwimmhalle gesenkt? Wenn ja, um wie viel Grad – und seit wann? Wenn nein, ist dies aufgrund der aktuellen Situation (sparsamer Umgang mit Energie) angedacht?

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Hintergrund der Anfrage war, dass zwei regelmäßige Nutzerinnen der Schwimmhalle im Seniorenalter sich in der Seniorensprechstunde darüber beschwert hatten, dass es in der Schwimmhalle kälter geworden sei. Der städtische Seniorenbeirat Stephan Rothweil hatte auf Nachfrage unserer Zeitung mitgeteilt, dass die beiden Frauen bemängelt hätten, dass es in der Schwimmhalle in den letzten Wochen gefühlt immer kälter geworden sei. Jedoch, mutmaßte Rothweil, könnte die Nachfrage auch darauf beruht haben, dass solche Einsparmaßnahmen zuletzt aus mehreren anderen Bädern Deutschlands bekannt geworden seien.

Die Antwort des städtischen Ilmenauer Bäderbetriebes zeigte, dass offenbar nichts geändert wurde: Eine Absenkung der Raum- und Wassertemperatur in der Schwimmhalle in Ilmenau sei demnach seit der Öffnung nicht vorgenommen worden. Es herrsche eine konstante Wassertemperatur im Mehrzweckbecken von 28 Grad, im Lehrschwimmbecken von 31 Grad und im Kinderbecken von 32 Grad, ließ der Bäderbetrieb in der Stadtratssitzung mitteilen. Anpassungen aus Energiespargründen seien derzeit auch nicht angedacht. Lediglich im Zeitraum der coronabedingten Schließung sei eine Nachtabsenkung programmiert gewesen, um Kosten einzusparen. „Eine Verringerung der Raum- und oder Wassertemperatur ginge zulasten des Wohlbefindens der Gäste“, so der Bäderbetrieb.

Das vordergründige energetische Ziel des Konzeptes und die Umsetzung des Schwimmhallenbaus seien mit der Wärmerückgewinnung aus der Eishalle entsprechend umgesetzt worden, hieß es abschließend.