Enduro Cup im Föritztal Matschhüpfer auf Geländemaschinen

Sibylle Lottes

Der jüngste Fahrer war zwei Jahre alt beim Endurosport-Spektakel am Wochenende in Neuhaus Schierschnitz (Landkreis Sonneberg) – allerdings noch ohne Motor unter dem Popo, sondern auf einem Laufrad und einer Spezialstrecke. Dafür zeigten 40 ältere Kinder- und Jugendliche zum ersten Lauf des Enduro Jugendcups des ADAC Hessen-Thüringen/Nordbayern, was mit richtigen Enduromaschinen im Gelände möglich ist.

Am vergangenen Samstag herrschte schon frühmorgens auf der „Biene“ in Neuhaus-Schierschnitz reges Treiben. Es trafen sich dort Endurosport begeisterte Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters. Unter dem Slogan „Früh übt sich, wer mal Endurofahrer werden will“ gab es für die Kleinsten eine Minitour auf den Spuren der ganz Großen des Endurosports.

Kinder zwischen zwei und acht Jahren hatten die Chance auf einem eigens abgesperrten Sportgelände des SV Isolator ihr Können mit dem Laufrad und mit dem Fahrrad unter Beweis zu stellen. Auf der 150 m langen Endurostrecke wurden drei Runden, natürlich mit Helm und manche auch mit Handschuhen, gefahren. Es gab zwei Klassen. Bei der Laufradklasse machten Zwei- bis Fünfjährige mit, bei der Fahrradklasse sechs- bis achtjährige Kinder.

Vor dem Start gab es auf dem Parcours, den Tobias Löffler mit Helfern vorbereitet hatte, ein richtiges Gewusel. Schon die Kleinsten fanden es toll, mit dem Laufrad und Fahrrad Hindernisse zu überwinden. Durch das Laufrad werden Kleinkinder an das richtige Fahrradfahren herangeführt. So gesehen sind sie eher Lehr- und Fortbewegungsmittel.

Der MC Isolator wollte durch diese Laufrad- und Fahrradrennen eine „Vorschule“ anbieten, um den Kindern schon früh die Möglichkeit zu geben in das schöne Hobby Motorsport hineinzuschnuppern. Die Resonanz war jedenfalls total positiv und die Begeisterung machte sowohl bei den Kleinen als auch bei den Eltern und Großeltern, die zuschauten, die Runde. Im Ziel angekommen gab es dann natürlich eine Siegerehrung und für jeden ein Teilnehmergeschenk.

ADAC Hessen-Thüringen/Nordbayern Enduro Jugend Cup

Während die Kleinsten auf dem Sportgelände nebenan zu Gange waren, fanden sich die Größeren im Enduropark „Biene“ ein. Die Voraussetzungen für eine großartige erste Veranstaltung nach der Pandemie waren bestens.

Die fast 40 Kinder und Junioren, die sich zum ersten Lauf des Enduro Jugendcups, den der ADAC Hessen-Thüringen/Nordbayern durchführt, gemeldet hatten, fanden eine erstklassig präparierte Strecke vor. Sie kamen aus Thüringen, Bayern, Sachsen und Brandenburg.

Auf der Traditionsstrecke des MC Isolator wurden die zwei interessanten Strecken von Christoph Hackl und Mike Böttner gebaut, die höchste Ansprüche an die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen stellten. Entsprechend der unterschiedlichen Klassen, in denen gefahren wurde, modifizierte man die Streckenführung. Bei den Routen für die älteren Starter wurden mehr Auffahrten eingebaut, die Hindernisse fand man entsprechend den Gegebenheiten des Geländes vor, auch die Treppe war kniffelig.

Gefahren wurde in zwei unterschiedlichen Läufen und in unterschiedlichen Klassen, zum einen für die Motorräder 50/65 Kubikzentimeter und bei den Großen sortiert nach den Kategorien 85A, 85B und 125 Kubikzentimeter. Während die Kleinen sieben beziehungsweise acht Runden innerhalb von 90 Minuten zu absolvieren hatten, fuhren die Älteren zwei Stunden.

Außerdem gab es die für den Endurosport typischen Sonderprüfungen zu absolvieren. Vor Ort dabei waren Heiko Junge, vom ADAC Hessen-Thüringen und Europabeauftragter für den Endurosport sowie Jürgen Schuster vom ADAC Nordbayern. Seit 2019 gibt es diese Kooperationsgemeinschaft innerhalb des ADAC und die gemeinsame Planung und Durchführung des Enduro Jugend Cups. Beide ADAC-Akteure waren sich einig, dass hier eine top vorbereitete Strecke vorzufinden war und die Anmeldezahlen nach der Coronapandemie in Ordnung sind.

Die Kinder und Jugendlichen konnten in den letzten zwei Jahren nur bedingt trainieren. Hier auf der „Biene“ war die erste von sechs Veranstaltungen. Weitere finden in Hamma, Pegnitz, Sonnefeld, Großlöbichau und Kronach statt.

Der MC Isolator präsentierte sich wieder als ein hervorragender Gastgeber. Für das leibliche Wohl war ebenso bestens gesorgt. Die Frauen hatten die Verpflegung übernommen und selbstgebackene Kuchen gab es auch. Die Bergwacht Scheibe-Alsbach sicherte die Veranstaltung, wie in den vergangenen Jahren, mit ab. Verletzungen gab es keine, so das Resümee. Natürlich gab es materialbedingte Ausfälle, aber das gehört eben mit dazu.

Thomas Sünkel bedankt sich bei allen Teilnehmern, Helfern und Sponsoren, dem Sportverein Isolator sowie beim ADAC Hessen-Thüringen /Nordbayern für das gelungene Motorsportevent. Natürlich haben die Isolatoren noch Visionen, im Jugendbereich wäre die Austragung eines Deutschen Meisterschaftslaufes in Neuhaus-Schierschnitz eine weitere Herausforderung für nächstes Jahr, so Vereinschef Thomas Sünkel.

 

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