Empfang in der Staatskanzlei Mario Voigt: Das war mehr als ein sportlicher Erfolg

Thüringens Ministerpräsident empfängt die Pokalheldinnen in der Staatskanzlei. Dort tragen sie sich ins Goldene Buch ein.

Suhler Triumphmarsch in Erfurt: Ganz vorn VfB-Kapitänin Roosa Laakkonen mit dem Pokal, daneben Trainer Laszlo Hollosy. Foto: Jacob Schröter

Wo sonst Botschafter empfangen werden und das Thüringer Kabinett tagt, ging es am Montag um Volleyball. Der VfB Suhl Lotto Thüringen war in der Staatskanzlei zu Gast. Empfangen wurden die Pokalsiegerinnen vom Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) und Thüringens Sportminister Stefan Gruhner.

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Noch immer wirkt dieser Samstagabend nach. Der dramatische Fünf-Satz-Sieg. Das Comeback in einem Finale, das an Spannung kaum zu überbieten war. Der Moment, in dem klar wurde: Der Pokal geht nach Suhl. Mit diesem Triumph hat sich die Mannschaft nicht nur einen Titel gesichert, sondern sich in die Herzen vieler Menschen im Land gespielt. „Was Sie am Samstag gezeigt haben, war mehr als ein sportlicher Erfolg“, sagte Voigt bei der Begrüßung. Ganz Thüringen habe mitgefiebert. „Sie haben unserem Land einen Moment des Stolzes, der Zuversicht und des Zusammenhalts geschenkt.“

Dieses Finale sei nicht nur Werbung für den Sport gewesen, betonte der Ministerpräsident. Es sei auch Werbung für Suhl, für die Region und für den gesamten Freistaat. Die Mannschaft habe genau das verkörpert, wofür Thüringen stehe: nicht aufgeben, zusammenhalten und an die eigene Stärke glauben. „Sie sind ruhig geblieben, als es eng wurde. Sie haben füreinander gekämpft. Genau das ist Thüringen.“

Das Suhler Erfolgsteam übergab dem Ministerpräsidenten zwei Trikots. Eines erzählte vom Triumph in Mannheim. Auf dem anderen leuchtete das Grüne Herz als klares Bekenntnis zu Suhl und Thüringen. „Wir sind stolz auf unsere Herkunft und unsere Identität“, sagte Vereinspräsident Alexander Mantlik. Das Grüne Herz stehe für Suhl und für Thüringen. Dieser Titel gehöre der ganzen Region.

Dann wurde es still im Raum. Eine Spielerin nach der anderen setzte ihre Unterschrift ins Goldene Buch der Staatskanzlei. Dort, wo sich sonst Staatsgäste und Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft verewigen, standen nun die Namen eines Volleyballteams aus Südthüringen. Für einen Moment wurde aus einem Sporterfolg ein Stück Landesgeschichte.

Als Anerkennung überreichte Voigt den Thüringer Löwen als Porzellanskulptur. Ein Symbol für Stärke und Beständigkeit. Ein sichtbares Zeichen dafür, welchen Stellenwert dieser Pokalsieg für ganz Thüringen hat. An diesem Nachmittag war spürbar, was dieser Titel bedeutet. Nicht nur ein Pokalgewinn, sondern ein Stück Identität für Suhl, für die Region und für ganz Thüringen.