Als Wirtin hat die 67-Jährige viele Höhen und Tiefen ihrer Gäste miterlebt, mitgelitten und sich mit gefreut. "Das ist wie beim Friseur in so einer Wirtschaft", weiß auch Julia aus ihrer Erfahrung. Beide sind dankbar, dass die Gäste ihnen auch nach dem Lockdown die Treue hielten. "Der Sommer war eigentlich gut", so Linde Beck. "Die Kartrunden kamen gleich wieder, als die zehn-Personen-Regelung kam und Leute aus verschiedenen Haushalten zusammen sitzen durften. Jetzt hat halt jede Gruppe ihr eigenes Kartenspiel, das funktioniert", freut sie sich. Wie es im ersten Winter von Wirtin Julia wird - "das kann man derzeit nicht sagen. Wir tun unser Möglichstes", so Julia. Die Tante lässt gerade die alten Luftfilteranlagen aus Raucherzeiten überprüfen, ob sie tauglich sind für entsprechende Filter. "Wir können die Gäste ja nicht den ganzen Winter vor offene Fenster setzen".