Am Montag dieser Woche wird die Sache weithin publik - der Protest folgt also mit etwas Verspätung aber dafür lautstark. Als Beitrag mit "unterirdischem Niveau" beschrieb es ein Nutzer in seinem Kommentar, als "unglaubliche Entgleisung" ein anderer. Etwas mehr als 30 Personen sprachen sich deutlich mit Worten wie "geschmacklos" und "widerlich" gegen den Aushang im Schaukasten der Eltmanner SPD aus. In letzter Konsequenz drohten einige dem Ortsverein auch rechtliche Schritte an. Allen voran zeigten sich Joachim Stark, CSU-Ortsvorsitzender in Eltmann, und Steffen Vogel, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der CSU im Landkreis, nach eigenen Worten "erschüttert". Die Entscheidung des Bayerischen Kabinetts, in öffentlichen Gebäuden Kreuzen aufzuhängen, mit der Diktatur der Nazis in Verbindung zu bringen, sei "eine Entgleisung in höchstem Maße", heißt es in einer Mitteilung, die am Montagnachmittag an die Presse ging. "Dieser Vergleich ist unsäglich und spottet jeder Beschreibung", formulierte Vogel. Er und Stark forderten nicht nur eine Entschuldigung von der SPD in Eltmann, sondern auch das sofortige Entfernen des Plakates.