Tobias Pietsch stapfte wortlos in seiner Torwart-Montur in die Kabine. Dem wackeren Rangers-Goalie aus Braunlage war anzumerken, wie sehr er von diesem Spiel, den zehn Gegentoren (zum dritten Male in dieser Saison), seiner eigenen Leistung und der seiner verteidigenden Vorderleute angefressen war. Schon die beiden Pausen hatte er einsam auf der Mannschaftsbank der Rangers verbracht statt in der Kabine. „Er ärgert sich immer sehr über Tore, bei denen er glaubt, dass er sie hätte verhindern müssen“, erklärte sein Trainer Jan Rudorfer, der aber sofort einschränkte: „Die Erfurter Kojoten haben eben einige individuell starke und sehr erfahrene Spieler in ihren Reihen, die auch sehr gezielte Schüsse abfeuern.“ Und da kann ein Eishockey-Torwart schon mal in Verzweiflung geraten, zumal wenn seine Verteidiger die gegnerischen Schützen zu sehr gewähren lassen. Bei einem gegnerischen Powerplay etwa muss das verbliebene Quartett auf den „Puck-Besitzer“ halt auch mal „draufgehen“ – siehe das Gegentor Nr. 9.
Eishockey, Landesliga Deftige Niederlage im letzten Heimspiel
Ralf Brückner 30.01.2023 - 17:14 Uhr