Das perfekte Eis Eishalle Sonneberg öffnet

Cathrin Nicolai

Die Eishalle Sonneberg öffnet am Samstag, 1. Oktober, seine Pforten. Freien Eintritt gibt es am Eröffnungstag für alle Kinder.

Eismeister Davyd Klaus (r.) und sein Kollege Steffen Deiler malern die Linien für das Eishockey-Spiel auf die Eisfläche. Foto: Marco Lüders

Der Herbst hat jetzt auch kalendarisch Einzug gehalten und während die meisten Menschen das mit braunen Blättern, kalten Temperaturen oder vernebelten Tagesanfängen verbinden, bedeutet der Herbstbeginn für Davyd Klaus jede Menge Arbeit. Der 62-Jährige ist seit 20 Jahren im Sonnebad beschäftigt und dort für das perfekte Eis verantwortlich. Und dies schmeckt bei Klaus nicht etwa nach Vanille oder Schoko, sondern „es ist 3,5 bis 4 Zentimeter dick, zwischen minus fünf und minus sechs Grad kalt und hat eine schöne weiße Farbe“, erzählt er.

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Klaus ist Eismeister in der Eiswelt des Sonnebades. Und das „Eismachen“, wie die Herstellung der coolen Fläche genannt wird, ist seine Profession und Leidenschaft. Insgesamt 20 Schichten Wasser trägt der frühere Top-Eishockeyspieler auf den grauen Betonboden auf, ehe am Ende eine glitzernde Eisfläche steht. „Die Kunst dabei ist es, das Wasser möglichst gleichmäßig zu verteilen, damit am Ende keine Dellen im Eis sind“, so Klaus. Spiegelglatt müsse die Oberfläche sein, doch bis dahin ist viel Kraft, Mühe und vor allem Geschick nötig.

Denn natürlich besteht eine professionelle Eisfläche nicht nur aus Wasser. „Ganz wichtig ist die Schlemmkreide, die nach rund einem Zentimeter aufgetragen wird“, erklärt Klaus. Sie verleiht der Fläche diese markante weiße Farbe. „Ohne die Kreide ist das Eis zu dunkel, das sieht nicht aus“, weiß der Sonneberger. Nach einem weiteren Zentimeter Eisschicht folgen die Linien für Eishockey und Stockschießen, die per Hand auf das Eis gemalert werden. „Dabei müssen wir aufpassen, dass wir beim Auftragen der nächsten Schicht die Linien nicht wegspülen“, so der Eismeister. Dann wäre die ganze Arbeit umsonst. Passiert ist ihm dies natürlich noch nie. Es folgen Schicht um Schicht, bis die dreieinhalb Zentimeter erreicht sind. „Das ist für unsere Zwecke völlig ausreichend. Je dicker das Eis, desto mehr Energie benötigen wir für die Kühlung. Da schauen wir gerade in diesen Zeiten genau drauf“, versichert Klaus.

Zehn Tage nötig

Nach rund zehn Tagen ist die Eisfläche fertig und kann für die Öffentlichkeit frei gegeben werden. Am Samstag, den 1. Oktober, ist es soweit: Ab 10 Uhr können sich Jung und Alt wieder am Schlittschuhlaufen erfreuen, wobei alle Kinder am Eröffnungstag sogar kostenlosen Eintritt erhalten. Auch viele Vereine – sei es Eishockey oder Eisstockschießen – aus nah und fern nutzen die Sonneberger Eiswelt für den wöchentlichen Trainings- und Spielbetrieb oder absolvieren hier ihre Trainingslager.

Zudem bietet das Sonnebad selbst Eisstockschießen als Firmenevent an, auch Eislauf-Kurse oder Kindergeburtstage können hier direkt gebucht werden.

Davyd Klaus kümmert sich dann um den Schlittschuhverleih und die Gastronomie. „Aber natürlich muss auch das Eis weiterhin gepflegt werden. Wenn viel Betrieb war, sind sehr viele Dellen und Kanten auf der Oberfläche“, weiß er. Mit seiner 120-PS starken Eismaschine fährt er in den Pausen über das Eis und sorgt wieder für eine spiegelglatte Bahn. „Dann ist es perfekt“, lacht der Eismeister.