Eisfeld Ein Sommerabend voller Herzlichkeit

Paradies der Sinne - Granzow

Im "Paradies der Sinne " in Hirschendorf erleben Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, wie schön Gemeinschaft,Empathie und gelebte Inklusion sein können.

Ein Sommerabend voller Herzlichkeit im „Paradies der Sinne“

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Hirschendorf – Ein besonderer Sommerabend hat am vergangenen Wochenende im Naturschutzprojekt Garten „Paradies der Sinne“ stattgefunden. Eingeladen waren Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen (MmB) aus Einrichtungen des Landkreises – und sogar Gäste aus Bayern. Seit fast 9Jahren öffnet das Projekt seine Tore für Begegnungen, die von echter Herzenswärme getragen sind: Teilhabe, Inklusion, Integration werden hier nicht nur versprochen, sondern gelebt. Unser Ziel ist klar: die Akzeptanz von MmB zu erhöhen und Menschen sichtbar zu machen, die sonst nie gesehen werden – Menschen, die uns wichtig sind.Nach einem liebevollen Kaffeenachmittag am Goldfischteich startete die beliebte Schnitzeljagd durch den Garten der Sinne. An vielen Stationen wurden Aufgaben in gemischten Teams gelöst; Gäste aus dem Landkreis nutzten ihren Heimvorteil und unterstützten alle, die zum ersten Mal dabei waren. In Begleitung zweier Hunde wuchs die Gruppe schnell zusammen,keine Berührungsängste, nur Zuversicht und Neugier. Unterwegs wurden Freundschaften mit Huhn Frieda und Elsa sowie mit den Hasen Klara, Heidi und Brownie geschlossen.Die Tagesaufgabe: gemeinsam ein großes Insektenhotel bestücken – als Zeichen für Natur- und Artenschutz und als Übung in Teamgeist, Geduld und lebenspraktischen Fähigkeiten. Während fleißige Hände werkelten, köchelte über dem Lagerfeuer bereits das Kesselgulasch. Pünktlich zum Abendessen war das Werk vollendet; ein Gruppenfoto als Erinnerung war Pflicht. Zum süßen Abschluss durfte jede und jeder den eigenen Crêpe backen.Am Feuer entstand jener besondere Moment Atmosphäre,in dem die Gruppe inne hielt und der drei Projektteilnehmenden gedachte, die Ende 2024 und in diesem Jahr verstorben sind. In stiller Verbundenheit erinnerte man sich an gemeinsame Zeit – ein leiser, würdevoller Abschied im Schein der Flammen.Das „Paradies der Sinne“ ist mehr als ein Veranstaltungsort: Es ist Ort des Lernens, der Bewegung und Entspannung, ein Platz für Gesundheitsförderung und Prävention, für Empathie, Wertschätzung, Akzeptanz und Gleichberechtigung. Wir setzen uns ein für Menschen, die sonst kaum gesehen oder wahrgenommen werden. So wirkt das Projekt weit über den Garten hinaus – auf gesellschaftliche Strukturen und Gegebenheiten vor Ort. Ein kleines, aber wichtiges Detail am Rande: Die barrierefreie Gartenbiotoilette hat gehalten, was sie versprochen hat. Für viele mag das selbstverständlich klingen; für echte Teilhabe ist es entscheidend.

Eine besonders schöne Geste kam vom Nachbarehepaar Lau, das ein liebevoll eingerichtetes und sehr informatives Schmiedemuseum mit Heimatstube beherbergt. Sie luden die Gäste herzlich ein, beim nächsten Besuch auch bei ihnen vorbeizuschauen – ein weiteres Beispiel für gelebte Nachbarschaft, Offenheit und Zusammenhalt.Und es gibt noch eine Nachricht, die das Projekt mit Stolz erfüllt: In diesem Jahr werden wir hochrangigen Besuch aus der Landespolitik empfangen. Dieser besondere Termin zeigt, dass die Arbeit hier nicht nur im Kleinen wirkt, sondern auch weit darüber hinaus Beachtung findet.

Unser Dank gilt allen, die mit viel Einfühlungsvermögen den respektvollen, empathischen Umgang miteinander möglich machen.

Wer Interesse hat, unser Projekt zu unterstützen, damit wir es noch effektiver gestalten können, darf sich gerne bei uns melden. Einfach MACHEN. Denn man sollte nie vergessen: Jeder kann einmal in eine Lage geraten, in der er oder sie auf die Hilfe anderer angewiesen ist.

Jede noch so kleine Hilfe bewegt so viel. Es ist so einfach, Menschen glücklich zu machen – man muss es einfach nur MACHEN.

Familie Ronny & Claudia Granzow aus Hirschendorf.


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