Es ist keine Schande, beim Tabellenführer zu verlieren. Erst recht nicht, wenn man wie der ThSV Eisenach den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben und sechs Spieltage vor dem Saisonende als Tabellenelfter die Erwartungen deutlich übertroffen hat
Nach der erwartbaren Niederlage bei Titelanwärter Füchse Berlin ist am Sonntag eine formstarke Mannschaft aus dem Bergischen Land an der Wartburg zu Gast.
Es ist keine Schande, beim Tabellenführer zu verlieren. Erst recht nicht, wenn man wie der ThSV Eisenach den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben und sechs Spieltage vor dem Saisonende als Tabellenelfter die Erwartungen deutlich übertroffen hat
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„Eine Acht-Tore-Niederlage bei diesem nationalen und internationalen Topteam zu kassieren, sehe ich nicht als Weltuntergang an“, sagte Rückraumspieler Fynn Hangstein nach dem 26:34 (11:18) vor 8215 Zuschauern in der fast ausverkauften Max-Schmeling-Halle bei den Füchsen Berlin. „Durch einen Stau auf der Autobahn sind wir verspätet eingetroffen, das hat unsere gewohnten Abläufe schon ein bisschen durcheinandergebracht“, berichtete Trainer Misha Kaufmann, der ein bekennender Anhänger des Handball-Stils der Berliner ist. „Die Füchse haben unsere einfachen Fehler in der Anfangsphase rigoros bestraft. Wir sind nicht in der Lage gewesen, das Spiel knapp zu gestalten.“
Am Ende stand ein klarer Sieg der Hausherren, die auch davon profitierten, dass Eisenachs Führungsspieler und Bundesliga-Toptorjäger Marko Grgic in der 29. Minute vom Parkett flog. Er stellte sich seinem heranstürmenden Nationalmannschaftskollegen Matthes Langhof mit dem ganzen Körper entgegen. Der Füchse-Abwehrspezialist ging zu Boden, die Schiedsrichter Thomas Kern und Thorsten Kuschel zückten nach einem Videostudium die Rote Karte.
„Wir werden unsere Sinne schärfen“, betonte Hangstein mit Blick auf das nächste Heimspiel, das an diesem Sonntag um 16.30 Uhr gegen den VfL Gummersbach beginnt. „Der VfL hat einen unglaublichen Schritt nach vorn gemacht – mit einer Top-Einstellung und mit Top-Spielern, angefangen auf der Torhüterposition“, warnte Kaufmann, der sich von der hauchdünnen Gummersbacher 31:32-Niederlage am Donnerstagabend gegen den SC Magdeburg bestätigt fühlen durfte. „Auf uns wartet eine weitere schwierige Aufgabe, der VfL steht nicht ohne Grund zwei Tabellenplätze vor uns.“