Einweihung Brotterode hat endlich zweiten Spielplatz

Der neue Spielplatz in der Teichstraße wurde am Donnerstagmorgen eröffnet. Foto: Sascha Willms

„Was gibt es Schöneres, als den Arbeitstag mit der Eröffnung eines Spiel­platzes zu beginnen“, sagt Stadtchef Kay Goßmann und zack, erstürmen die ABC-Kids das neue Klettergerüst in der Teichstraße.

Brotterode - „Wir freuen uns riesig, dass wir dank großzügiger Förderung durch das Land Thüringen endlich wieder einmal nennenswert in unsere Spielanlagen investieren konnten“, so der Stadtchef zur Einweihung am Donnerstag. Das dürfe und werde aber nur ein Anfang sein, denn der Zustand aller Spielplätze lasse teilweise zu wünschen übrig. „Außerdem gab es bislang nur einen Spielplatz in Brotterode“, so Goßmann weiter, die Mehrzahl steht in Trusetal.

Auf der Liste hatten die Brotterode-Trusetaler Stadträte den wilden Parkplatz in der Teichstraße, direkt hinter dem Eisstadion, schon lange. Als Dreckecke sei die Fläche zwischen Stadion, Vereinsheim und Heimatmuseum jedenfalls zu schade, fungier sie zuweilen doch als ein Zentrum des gesellschaftlichen Lebens der Stadt. Sei es nun im Winter mit Stadionbetrieb, wenn Veranstaltungen im Vereinsheim stattfinden oder, wie erst kürzlich wieder, der Denkmaltag am alten Häuschen, dem Heimatmuseum.

So startete das Planerauswahlverfahren bereits im Jahr 2017, aus dem die Beckert Landschaftsarchitekten aus Eschenbergen als Sieger hervorgingen. Kerstin Beckert und ihre Mitarbeiterin Ellen Werisch ließen sich sich einen Besuch zu Einweihung am Donnerstagmorgen nicht nehmen, ebenso, wie die Stadtrat Björn Müller und Beigeordneter Ulrich Wolf.

Bis es zum Bau kam, gingen allerdings die Monate ins Land. 2018 für die Planungen, ein Jahr später kam die Baugenehmigung, ein weiteres Jahr später wurde der Widerspruch eines Bürgers abgelehnt, sodass endlich Rechtssicherheit bestand und die Städtebaufördermittel aus dem Jahr 2019 in diesem Jahr verbaut werden konnten.

Der einzige Haken: Die Kostenexplosion im Baugewerbe fiel genau und diese Zeit und damit seien die 2018 kalkulierten Kosten von rund 100 000 Euro auf nunmehr auf rund 146 500 Euro gestiegen. Allerdings sei der Fördermittelsatz auf die ursprünglich geplante Gesamtsumme mitgewachsen.

Erfreulich sei auch die Baustelle selbst gewesen. Die Zusammenarbeit mit der Immelborner Garten- und Landschaftsbaufirma Werra Grün sei hervorragend gewesen. „Es gab einfach keine Probleme“, so Kay Goßmann in Richtung Firmenchef Jürgen Nitzsche. Der gab das Lob zurück und kündigte an, die restliche Begrünung in Kürze anzupflanzen, wenn die Vegetationsphase dafür geeignet sei.

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