Ein leises Murmeln erfüllt die modernisierte Kegelhalle der „Erholung“, als hier die erste Kugel des Tages in die Bahn gerollt wird. Mit dem Blick verfolgt der 57-jährige Frank Scharnow ihren Weg, bevor ein dumpfer Schlag die ersten Neune verkündet. Der stellvertretende Vorsitzende des Kegelclubs Eintracht Sonneberg ist ein erfahrener Spieler – seit gut 45 Jahren widmet er sich dem Sport, den er von seinen Geschwistern und Freunden gelernt hat. Mit 12 Jahren ist er das erste Mal spielerisch tätig geworden. Und seitdem hat ihn die Leidenschaft niemals verlassen. Sein Motto: „Einmal Kegler, immer Kegler.“ Auch an Wochenenden und bis spät in die Nacht widmet er sich seinem Verein. „Nach dem Spiel ist die Arbeit noch lange nicht getan“, erzählt er. Es gehört schon mehr dazu, wenn man einen Verein führt. Die Bahn muss gewartet werden, und auch der anfallende Papierkram darf nicht unterschätzt werden. Sein Engagement geht sogar so weit, dass einmal seine Frau gesagt haben soll, dass er mit dem Kegeln verheiratet sei. Am 14. Dezember steht seine Mannschaft vor einer besonderen Herausforderung: dem Pokalspiel gegen den TSV 1860 Röhmhild.