„Das war ein Schock, als ich heute vom Bauhof in Oberhof darüber informiert worden bin, dass die Bauwagen auf unserem Standort in Oberhof in Flammen aufgegangen sind“, sagt Rainer Ortlepp, Inhaber des Unternehmens, dem die Bauwagen gehören. „Darin haben wir die Ausstattung und Ausrüstung für die Kutschen und Pferde gelagert, darunter die Geschirre für die Tiere oder auch die Echtschaffelle, die bei frischen Temperaturen die Gäste wärmen.“ Gleich am Samstagmorgen war Rainer Ortlepp vor Ort, um sich selbst ein Bild zu machen. Da die Ermittlungen der Kriminalpolizei jedoch noch andauern, war ein Betreten der Wagen noch nicht möglich. Bisher steht fest, dass einer komplett ausgebrannt ist. „Was in dem anderen noch zu retten sein könnte, müssen wir sehen“, so Rainer Ortlepp weiter. So etwas ist dem Unternehmen, das seit 1988 Kutsch-, Schlitten- und Planwagenfahrten mit insgesamt zehn Süddeutschen Kaltblütern anbietet, bisher noch nicht passiert. „Und das ausgerechnet jetzt, wo wir seit November wegen Corona auf Null fahren mussten. Einzig gut ist vielleicht, dass wir dadurch die Zeit haben, uns um das Beheben der Schäden zu kümmern. Mit Geld ist sicher alles zu reparieren, aber das muss man erst einmal haben. Und auch die Versicherung kommt nur für den Zeitwert auf“, befürchtet er. Gebeutelt ist das Unternehmen bereits durch den vergangenen Winter, der wegen des fehlenden Schnees bereits nicht so gut gelaufen ist. Und dann kam Corona. In den Sommermonaten waren die kräftigen und gutmütigen Pferde zwar auch in Oberhof wieder für Fahrten im Dienst, doch auch hier machte sich das Fehlen der großen Reisebusse und Veranstaltungen bemerkbar. Ebenso hat der bereits wieder vergangene jüngste Traumwinter dem Unternehmen nichts genützt, denn trotz bester Bedingungen war auch ihm ein Arbeiten unter Corona nicht gestattet. dl