Meiningen Unterdecke in Schule abgestürzt

Die Trockenbau-Unterdecke ist in einem Raum der Volkshochschule heruntergekommen. Zum Glück ereignete sich der Vorfall in der Nacht, sodass niemand zu Schaden kam. Foto: Landratsamt Schmalkalden-Meiningen

In der Meininger Volkshochschule ist in einem Raum die komplette Unterdecke abgestürzt. Die Ursache ist unbekannt. Sicherheitshalber wurde das gesamte Obergeschoss im historischen Gebäude gesperrt.

Die Unterdecke stürzte zum Glück in der Nacht herunter, als sich niemand in dem Raum befand. Die Tür ließ sich am anderen Morgen kaum öffnen, weil das Trockenbaumaterial mitsamt der Dämmung auf dem Fußboden lag. Warum sich die Konstruktion in dem historischen Gebäude in d er Klostergasse löste, ist derzeit noch ein Rätsel. Ist ein Montagefehler während der Sanierung des historischen Gebäudes im Jahr 2004 die Ursache dafür? Sind andere Gründe verantwortlich? Experten müssen das jetzt untersuchen.

Obergeschoss gesperrt

„Wir haben unverzüglich aus Sicherheitsgründen alle Kursräume im Obergeschoss sperren lassen“, teilte ein Sprecher des Landratsamtes am Donnerstagnachmittag auf Nachfrage mit. Jetzt soll überprüft werden, ob die Unterdecken in den anderen Räumen stabil sind. Bis Klarheit herrscht, kann diese Etage nicht genutzt werden.

Das Meininger Tageblatt hatte am Donnerstag von dem Vorfall in der Volkshochschule erfahren, der sich bereits eine Woche zuvor, in der Nacht zum 16. Juni, ereignet hatte. Keine Behörde wies von sich aus auf dieses ungewöhnliche Ereignis hin. Auf Nachfrage betonte ein Sprecher der Meininger Stadtverwaltung, dass der Landkreis zwar das Gebäude per Erbbaurechtsvertrag an die Stadt übertragen hat, dennoch aber weiter Eigentümer des Gebäudes und damit zuständig für Auskünfte sei.

Weitere Details sind zunächst nicht in Erfahrung zu bringen gewesen. Die Kurse an der Volkshochschule können allerdings in vollem Umfang weiter stattfinden, wie Leiterin Ramona Fiedler-Schäfer auf Meininger-Tageblatt-Nachfrage bestätigte. Zum einen sei der Unterricht in Räume des Untergeschosses verlegt worden, zum anderen nutze die Volkshochschule Räume in der Struppschen Villa in der Bernhardstraße.

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