Eigentum verpflichtet: Sturmholz muss jetzt aus dem Wald

Die Februarstürme haben Fichten Foto: Katja Wollschläger

Die Orkane und Stürme, die im Februar über den Landkreis hinweggefegt sind, haben im Wald Schäden hinterlassen. Nun gilt es, diese so schnell wie möglich zu beseitigen. Alle Eigentümer sind gefragt.

Ob Ylenia oder Zeynep – die Tiefdruckgebiete im Februar haben orkanartige Böen und Starkwinde über Deutschland geschickt, die in den Wäldern des Landkreises ihre Spuren hinterlassen haben. Vorrangig Einzelbrüche oder wie die Fachleute sagen Nesterwürfe der Fichte sind’s, die die Waldbetreuer, die Förster, ausfindig gemacht haben. Dieses Holz muss nun schnellstmöglich aus den Wäldern gebracht werden. Warum? „Als bruttaugliches Material für die Fichtenborkenkäferarten stellen sie vordem Hintergrund der seit dem Jahr 2018 anhalten Massenvermehrung der Fichtenborkenkäfer ein erhebliches Forstschutzrisiko dar“, sagt der Heldburger Forstamtsleiter Lars Wollschläger. Er weist darauf hin, dass Waldbesitzer laut Thüringer Waldgesetz (Paragraf 11) verpflichtet seien, den Wald nach besten Kräften zu schützen. „Daher fordern wir sie auf, ihre Brüche und Würfe sowie alles von Borkenkäfer befallenes Holz umgehend aufzuarbeiten. Eine wirksame Sanierung stellt das Aufarbeiten nur dar, wenn das Holz auch aus dem Wald gefahren oder mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wird.“

Als Zeitfenster bleibe den Waldbesitzern ein Zeitraum bis spätestens Anfang/Mitte Mai 2022. Danach sei der Käfer wieder aktiv. Deshalb bittet der Forstmann um die Mithilfe aller, denn „präventives Handeln ist deutlich effektiver, als im Nachgang aufwendige behördliche Verwaltungszwangsmaßnahmen einzuleiten und durchzuführen.“ ks

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