Eigener Inhalt Blitz schnell: Opel baut Corsa-e für den Rallyesport

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Rallye-Fans hatten schon den sportlichen Rückzug befürchtet: Immerhin rollt der Adam seinem Ende entgegen - und mit ihm auch der ADAC Opel Rallye Cup. Doch jetzt haben sie in Rüsselsheim einen echten Coup gelandet - und zwar symbolträchtig im Zeichen des Blitzes.

Als erster Hersteller weltweit bietet Opel ein batterie-elektrisches Rallye-Auto für den Kundensport an. Der E-Renner wird auf der IAA gezeigt und basiert auf dem schon bestellbaren Opel Corsa e. Im kommenden Jahr startet dann der "ADAC Opel e-Rally Cup" – weltweit der erste Rallye-Markenpokal für Elektrofahrzeuge.

Mit dem neuen Engagement setzen Opel und der ADAC ihre erfolgreiche Partnerschaft fort. In den vergangenen Jahren haben im ADAC Opel Rallye Cup an die hundert Talente aus 18 Nationen eine Einstiegsplattform in den Rallyesport gefunden. Mit dem stärkeren Adam R2 errangen Opel-Junioren von 2015 bis 2018 vier Europameister-Titel in Folge.

Der frontgetriebene Opel Corsa-e löst nun den Adam zukunftsgerichtet ab. Der neue Renner leistet 136 PS bei 260 Nm Drehmoment. Damit dürfte er in Sachen Fahrleistungen auf dem Niveau des Cup-Adam flitzen. Mit einer Kapazität von 50 kWh liefert die Batterie Strom für rund 60 Kilometer Wertungsprüfungen. Opel wird mobile E-Säulen mit Akkus zu den Rallyes bringen, über die die Autos im Servicepark binnen 30 Minuten auf 80 Prozent geladen werden können. Der Zeitplan der Rallyes soll entsprechend angepasst werden.

Bei Opel und beim ADAC sind sie durchaus stolz, Elektroantrieb in den Breitensport zu bringen – und auch gezielt den Nachwuchs zu fördern. ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk glaubt gar, dass die neue Serie weit über die Grenzen Deutschlands hinaus Signalwirkung für den Motorsport hat.

Der ADAC Opel e-Rally Cup soll zunächst im Rahmen der Deutschen Rallye-Meisterschaft sowie ausgewählten weiteren Veranstaltungen ausgetragen werden. Der Start ist für Sommer 2020 vorgesehen, mindestens acht Wertungsläufe sollen jahresübergreifend bis 2021 eine so genannte "Super Season" bilden.

Teil des Konzepts ist darüber hinaus eine umfassende Förderpyramide. Über sie sollen Nachwuchsfahrer weiter mit einem Opel Corsa R2 in die Rallye-Junior-EM aufsteigen können. Für Top-Talente bietet die Eingliederung von Opel in die Groupe PSA weitere Aufstiegschancen: Die Schwestermarke Peugeot baut Fahrzeuge nach R5-Reglement – und Citroën setzt sogar World Rally Cars in der Weltmeisterschaft ein.

Geplant sind für den Cup zunächst 15 Corsa-e mit Überrollvorrichtung und entsprechenden Sport-Bauteilen. Der Preis bei Opel Motorsport soll für Kundenteams deutlich unterhalb von 50 000 Euro (netto) liegen.

 

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