Ehrenamt im Museum Hauptversammlung des Fördervereins

Ob Museumsweihnacht oder Kindergeburtstage – die Ehrenamtler des Sonneberger Museumsvereins stehen bereit.

Im September überreichte Jurymitglied Gert-Dieter Ulfers überreicht Vorstandsmitglied Gabi Lemnitzer Foto: Carl-Heinz Zitzmann

Einstimmig bestätigt wurde am Freitag der Vorstand des Sonneberger Museums- und Geschichtsvereins. 33 Mitglieder waren zur Jahreshauptversammlung ins Deutsche Spielzeugmuseum gekommen, geht aus einem Bericht von Vereinsmitglied Traudel Garg hervor. Die Bilanz des Vereins kann sich sehen lassen, Das Netzwerk der Thüringer Kulturfördervereine hat den Sonneberger Verein zum „Kulturretter des Monats August“ gekürt, teilt Vereinsvorsitzender Stefan Kühn mit. Nun dürfe man gespannt sein, wenn noch im November der Jahrespreis vergeben wird. „Verdient haben es Museum und Verein, ganz vorne mitzuspielen“, meint Garg. Ob Internationales Puppenfestival mit über 1000 Besucher oder die regionale Museumsnacht, die Kindertagsfeier anlässlich der 675-jährigen Verleihung des Stadtrechtes für Sonneberg, die Roland-Spielmann-Führungen, die Eröffnung des Spielplatzes mit den Kellner-Tieren, die Neugestaltung der Bibliothek mit dem Antje-Lode-Archiv, die Seniorennachmittage mit Mundartlesung, die Märchentage mit Vorlesen für unsere Kleinsten, die Museumsweihnacht und Weihnachten, wie es früher war, stets waren die Mitglieder des Vereins mit am Wirken. Unzählige erfolgreiche Veranstaltungen konnte Museumsleiterin Christine Spiller aufzählen, die durch die tatkräftige Unterstützung der Vereinsmitglieder realisiert wurden. eine Sonderausstellungen zur „Barbie“ und gerade jetzt zum 65. Geburtstag des „Sandmanns“ zogen und ziehen viele Besucher in ihren Bann. „Es ist nicht verwunderlich, dass neben den regionalen Medien auch das ZDF oder Spiegel TV und überregionale Zeitschriften darüber berichten“, heißt es im Bericht. Die Museumsleiterin verzeichnet für 2023 eine Erhöhung der Besucherzahlen auf 34 684, das seien 43 Prozent, natürlich auch, weil wegen Corona das Museum 2022 zeitweise geschlossen blieb. Aber der positive Trend habe sich 2024 fortgesetzt und man rechne bis zum Jahresende mit 35 000 Besuchern. Dazu trügen auch die interessanten Vorträge von Kreisheimatpfleger Thomas Schwämmlein wie von Vereinsmitglied Hilmar Rempel bei, der den Heimatgeschichtlichen Arbeitskreis des Vereins leitet. Nicht vergessen werden dürfe, betont Museumschefin Spiller, die sehr gute museumspädagogische Arbeit von Friederike Kruse, die dank der nun verbesserten Bedingungen viele Wünsche von Schulen und Kindergärten erfüllen könne und im Berichtszeitraum 103 verschiedene Aktionen realisiert hat. Dabei unterstützen Partner aus der Region, Holger Schwesinger mit Pappmaché-Formen, Hartmut Volkmar und Sina Martin mit dem Stopfen von Plüschtieren, Liane Schindhelm mit der Ausrichtung von Kindergeburtstagen oder die Märchenomas Almuth Beck und Traudel Garg, die zu den Märchentagen und besonderen Festen vorlesen, die Arbeit des Hauses. Schließlich steht heuer noch ein Höhepunkt aus, die Museumsweihnacht mit dem Weihnachtskonzert der Vokalisten unter der Leitung von Kristin Degner-Engelhardt am 3. Advent.

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Thema Forschung im Museum

Im Museum wird jedoch nicht nur Kulturgeschichte und Spielzeugentwicklung präsentiert, es wird gespielt, gebastelt, geschnitzt, es werden Lieblingstiere gestopft und man kann an Wettbewerben teilnehmen sowie im Museumsshop einkaufen. Nicht vergessen werden darf die Forschung. Sowohl Anfragen von Schülern für die Erarbeitung der Projekt- oder Seminarfacharbeiten sind umfangreicher geworden, aber auch Heimat- und Ahnenforscher, Verlage und Sammler holen sich gerne fundierte Kenntnisse und werden von den Mitarbeitern stets gut beraten und von Maria Reinhard, der Bibliothekarin, unterstützt. Wie die Künstlerin Renate Müller mitteilte, gibt es sogar einen Forschungsauftrag des Leibnitz-Institutes und es gebe eine Kooperation mit der Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW) in Berlin. Studenten analysieren Kunststoffe und deren Verfall. Von den Vereinsmitgliedern gab es für die Arbeit der Museumsleitung ausdrücklichen Dank. Aber auch umgekehrt sagte das Museumsteam Dank für die Arbeit der Ehrenamtlichen, sei es die Werbung für Veranstaltungen, die Gabi Lemnitzer zauberhaft gestaltet, oder die fleißigen Kuchen- und Plätzchenbäcker, die Bewirtung der zahlreichen Gäste, aber auch ein Dankeschön an die tatkräftige Unterstützung beim Auf- und Abbau und der Hilfe hinter den Kulissen. „Erneut wurde im Gespräch darauf hingewiesen, dass das Angebot von Plüti zum Erwerb der dringend benötigten Räume durch das Landratsamt realisiert wird und das Museum gefährdete Museumsgüter ordentlich und ganz nahe dort unterbringen kann“, heißt es im Bericht.