Da soll noch einer sagen, Heiraten hätte nichts mit äußeren Einflüssen zu tun. Nicht nur die Brautmode ändert sich, auch die Art, wie man die Trauungszeremonie haben möchte, wie üppig man das Fest ausrichten will, bis hin zu der Frage, ob es überhaupt eine Feier sein muss. Vor einigen Jahren inspirierten noch Fernsehdokus wie „Vier Hochzeiten und eine Traumreise“ oder „Zwischen Tüll und Tränen“ angehende Eheleute dazu, an ihrem Hochzeitstag das volle Programm aufzufahren. Alle Bräute wollten das schönste Kleid tragen, alle Paare das perfekte Menü auftischen, die romantischste Atmosphäre schaffen und die großartigste Feierstimmung entfachen. Das gibt es natürlich auch noch. Der berühmte „schönste Tag im Leben“ soll zumindest ein sehr besonderer und unvergesslicher sein. Und das barocke Trauzimmer in der Meininger Elisabethenburg erscheint vielen für die Zeremonie der passende Ort ihrer Wahl. So ging es auch einem Brautpaar, das sich im vorigen Sommer mitsamt seinen Gästen auf eine Hochzeitsreise in die 50er Jahre begab. Der fröhlich-bunte Rockabilly-Stil dieser außergewöhnlichen Hochzeitsgesellschaft blieb Standesbeamtin Annekathrin Nonn in sehr guter Erinnerung. Sie und ihre Kolleginnen Mary Bohn, Susanne Ambrasas und Nadine Hamacher versuchen bei jeder Hochzeitszeremonie, so gut es geht die Herzenswünsche der Heiratswilligen zu berücksichtigen. Die jeweilige Standesbeamtin lernen die Brautleute schon beim Vorgespräch kennen, damit nichts dem Zufall überlassen bleibt und ein guter Draht entsteht.
Eheschließungen 2023 Hochzeitstrend: weniger prunkvoll
Antje Kanzler 29.01.2024 - 11:36 Uhr