Die Sanierung von Freibädern wurde - im Vergleich zu den Hallenbädern - in der Vergangenheit kaum gefördert. Und das obwohl es Hunderte von Einrichtungen im gesamten Bundesgebiet dringend nötig hätten. 2019 hatte der Haushaltausschuss des Bundestags dann das Programm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Kultur und Jugend" mit 110 Millionen Euro Volumen aufgelegt. Allerdings hatten davon nur gut 60 Freibäder profitiert - bei mehr als 400 antragstellenden Kommunen. Für vier von fünf Freibädern im Bundesgebiet hatte es Absagen gehagelt. In Unterfranken hatten Volkach im Kreis Kitzingen und Burgsinn bei Gemünden eine Unterstützung von zusammen 2,3 Millionen Euro bekommen. Coburg hatte sich erst im September über eine Förderung von 3 Millionen Euro aus eben jenem Topf gefreut.
Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann hat nun vom unterfränkischen Bundestagsabgeordneten Bernd Rützel erfahren, dass der Nachtragshaushalt, den der Bundestag im Juli beschlossen hat, weitere 600 Millionen Euro für die Sanierung kommunaler Sportstätten vorsieht - egal ob überdacht oder oben ohne. Das "Investitionspaket Sporstätten" mit Förderquoten von bis zu 75 Prozent war ursprünglich erst für 2021 geplant. Der Haken: Der Freistaat Bayern hatte den Zuschuss seitens des Bundes wegen eines eigenen Förderprogramms für seine Bäder ausgeschlossen.
Ein weiteres Programm namens "Sanierung kommunale Einrichtungen" wurde nun allerdings ebenfalls um 600 Millionen Euro aufgestockt, die Bewerbungsfrist kurzfristig am 11. August gestartet und bis zum 30. Oktober angesetzt, so die Information Rützels. Die Förderquote liegt in der Regel bei 45 Prozent, bei nachgewiesener Haushaltsnotlage der Kommune gar bei 90 Prozent. Voraussetzung: Die Maßnahme muss im Jahr 2021 angegangen werden.