Jochen Krauss von der Universität Würzburg betonte bei dem Vernetzungs-Treffen: "Ein Ziel des Projektes ist es, die Biologie und die genauen Lebensraumanforderungen dieser seltenen Art zu untersuchen, um sie erhalten und fördern zu können. Die Untersuchungen sollen im nächsten Jahr im Rahmen einer Doktorarbeit fortgesetzt werden." Die kleine Wanze lebt im Saum, einem Übergangslebensraum zwischen Wald und verschiedenen Formen von Offenland, bewachsen mit mehrjährigen Pflanzen. "Die Artenvielfalt von Säumen ist enorm und es gibt viele Arten, die auf diesen Lebensraum angewiesen sind", so Krauss. Dennoch wird er meist zurückgedrängt oder ganz entfernt. Im Projekt wird daher ein spezielles Pflegekonzept zum Schutz dieses Lebensraumes entwickelt. Mit "Rosi" profitieren dann auch viele andere Arten vom Schutz derartiger Saumstrukturen.