Ebern - Es sind nicht nur die Gläubigen, die den großen Kirchen in dieser zeit immer mehr weglaufen, auch das Personal wird knapp. Erst recht offenbar, wenn der Einsatzort im östlichen Unterfranken liegt. Dort zählt die Pfarreiengemeinschaft Ebern-Unterpreppach-Jesserndorf, obwohl näher am Bistum Bamberg gelegen, kirchenpolitisch zur Diözese Würzburg. Wenn es also Stellen zu vergeben gibt, kommen die Bewerber in der Regel aus Aschaffenburg, Kitzingen oder Würzburg. "Von dort aus will doch keiner in den fernen Osten", sagt Eberns katholischer Stadtpfarrer Pater Rudolf Theiler trocken. Es ist schwarzer Humor, denn die Auswirkungen treffen den Geistlichen schwer: Ab September steht er in der Seelsorge wieder einmal (fast) alleine da.