Ebelsbach/Kirchlauter Ein Start mit Freude und Hoffnung

Günther Geiling

"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" - die Worte Hermann Hesses passten gut zur Einführung des neuen Gemeindereferenten Matthias Vetter in der Pfarreiengemeinschaft Maintal - Heilige Länder Kichlauter.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Claudia Reinwand überreichte Matthias Vetter Geschenke aus den verschiedenen Orten der Pfarrei aus einer Schatzkiste. Unser Bild zeigt von links Claudia Reinwand, Diakon Joachim Stapf, den neuen Gemeindereferenten Matthias Vetter und Pfarrer Dr. Mathias Rusin. Foto: Günther Geiling Quelle: Unbekannt

Ebelsbach/Kirchlauter - "Du hast eine ganz wunderbarte Art, mit jungen Menschen umzugehen und durch dein unkompliziertes und offenes Wesen hast du es immer geschafft, junge Menschen für die Gottesdienstvorbereitung zu begeistern. Das ist es, was ich mir von dir bei uns erhoffe: Neue Wege gehen und etwas ausprobieren sowie unsere Jugend und unsere Gläubigen bei der Stange halten." Dies betonte Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Claudia Reinwand im Festgottesdienst, mit dem Matthias Vetter in sein Amt als Gemeindereferent der "Pfarreiengemeinschaft Maintal - Heilige Länder Kirchlauter" eingeführt worden ist.

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Zur Person

Zum Werdegang von Gemeindereferent Matthias Vetter: Er ist 1975 in Würzburg geboren, studierte von 1994-1998 Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit an der Universität Eichstätt und arbeitete ab dem Jahr 2000 als Gemeindereferent in den Pfarreien Nordheim und Sommerach. Im Jahre 2001 war er für einen Einsatz bei den Benediktinern im Kloster Tabgha in Israel freigestellt. Von 2003 bis 2008 studierte er Lehramt in Würzburg, daneben versah er eine halbe Stelle als Dekanatsjugendseelsorger. 2008 wirkte er als Jugendseelsorger für das Dekanat Rhön-Grabfeld sowie Bad Neustadt; seit 2012 als Regionaljugendseelsorger im Landkreis Haßberge und seit 2015 ist er in Teilzeit tätig. Seit 2015 ist er zudem Dekanatsbeauftragter für Jugend und Schule am Dekanat Haßberge. Matthias Vetter ist verheiratet und Vater von drei Kindern.


Reinwand erinnerte daran, dass vor fast genau fünf Jahren Gemeindereferentin Katja Müller verabschiedet wurde und die Stelle seitdem vakant gewesen sei. "Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich von deiner Bewerbung auf diese Stelle erfahren habe. Mit Pfarrer Dr. Mathias Rusin, Diakon Joachim Stapf und dir haben wir jetzt ein verhältnismäßig junges und ein von den Schwerpunkten her gesehen sehr breit aufgestelltes Seelsorgeteam, das du mit deinem Profil und deinen bisherigen Erfahrungen in der Jugendarbeit nahezu perfekt ergänzt."

Da sie schon öfter das Vergnügen hatte, mit ihm Jugendgottesdienste vorbereiten zu dürfen, erklärte sie: "Ich spreche von Vergnügen, weil es wahrlich eine Freude ist, mit dir zusammenzuarbeiten." Dabei erwähnte Reinwand den Gottesdienst im Zirkuszelt, der vielen Gläubigen in Ebelsbach in sehr positiver Erinnerung geblieben sei. Seinen neuen Wirkungskreis und die Pfarreiengemeinschaft nannte sie eine Grenzregion: geografisch die Grenze von Unter- zu Oberfranken, kirchlich vom Bistum Würzburg zum Erzbistum Bamberg und kulinarisch die Grenze von Wein- und Bierfranken. Um ihm die Orientierung in seinem neuen Einsatzgebiet zu erleichtern, überreichte sie Matthias Vetter Geschenke, die für die einzelnen Orte stehen: Wein aus Steinbach, Bier aus Stettfeld, Schnaps aus Neubrunn, Honig aus Kirchlauter, einen Kräuterbuschen aus Schönbach, einen Sandsteinguss mit Maria mit dem Kind aus Breitbrunn, ein Ministranten-
shirt aus Ebelsbach sowie den Gemeindebrief der evangelischen Kirchengemeinde in Gleisenau.

"Das alles habe ich in eine Schatzkiste gelegt, weil du durch die übertragene Verantwortung für unsere jungen Pfarreimitglieder die Verantwortung für unseren größten Schatz übernimmst. Unsere Jugend ist unsere Zukunft. Nur wenn es gelingt, unsere christlichen Werte und unseren Glauben an unsere Kinder und Jugendlichen weiterzugeben, haben wir als Pfarrei, haben wir als Kirche, überhaupt eine Zukunft", betonte Reinwand.

Pfarrer Dr. Mathias Rusin überreichte dem neuen Gemeindereferenten zusammen mit Diakon Stapf die Ernennungsurkunde und händigte ihm den Generalschlüssel für die Pfarreiengemeinschaft aus. 27 Ministranten aus den verschiedenen Orten standen dabei um den Altar.

Matthias Vetter erinnerte bei seiner Vorstellung daran, dass er selbst Ministrant gewesen sei "und ich dann später auch viel Spaß an der Jugendarbeit und im Glauben gefunden habe. Deswegen wollte ich es zum Beruf machen". Er komme aus Goßmannsdorf bei Ochsenfurt und stellte seinen bisherigen Weg mit verschiedenen Symbolen vor wie etwa ein Zuckerpäckchen aus Ochsenfurt. Für seine Arbeit in der neuen "Pfarreiengemeinschaft Maintal - Heilige Länder" hatte er ein Herz in einen Rucksack gepackt. "Ich bringe viel Herzblut mit und bin gerne mit dem Herzen hier bei den Menschen."