Durstige Einbrecher Raubzug mit 10,18 Promille?

Ganz schön Durst hatten Einbrecher, die in Schmalkalden 21 Flaschen Wein haben mitgehen lassen. Was wäre passiert, wenn sie die alle hintereinander weggetrunken hätten?

Alkoholmissbrauch (Symbolfoto). Foto: picture alliance / dpa/Jens Büttner

Schmalkalden - Aus einem Keller in Schmalkalden haben Einbrecher 21 Flaschen Wein mitgehen lassen. Unter der Überschrift „Durstige Diebe“ bittet die Polizei deshalb um Zeugeninformationen. Die Unbekannten müssen den Kellerverschlag in einem Mehrfamilienhaus in der Haargasse irgendwann im Zeitraum vom 22. Oktober, 9 Uhr, bis zum 27. Oktober, 14.30 Uhr aufgebrochen haben, wie Polizeisprecherin Vivien Glagau am Donnerstag informierte. Der Wein-Wert liegt immerhin bei 150 Euro. Zeugen sollen sich bei der Meininger Polizei unter Telefon (03693)5910 melden.

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Was bedeuten eigentlich 21 Flaschen Wein für den Körper? Wenn man von zwei Dieben ausgeht, die den Wein innerhalb von vier Stunden gekippt haben, dann hätte jeder von denen etwa einen Blutalkoholwert von 10,18 Promille. „Sie sind wieder völlig nüchtern in 61 Stunden und sechs Minuten“, erklärt der Promillerechner im Internet. Wobei das natürlich nur ein Rechenwert ist. Normalerweise ist eine Blutalkoholkonzentration von 3,5 Promille bereits lebensgefährlich. Bei Werten von fünf oder gar sechs Promille überleben die meisten Menschen eher selten.

Bei der akuten Alkoholvergiftung unterscheidet man vier verschiedene Stadien, die abhängig von der Blutalkoholkonzentration sind. Die letzte Phase heißt Asphyxie (Blutalkoholkonzentration über 4,0 Promille) und bedeutet: Koma, weite und reaktionslose Pupillen, Schockzustand, Kreislaufversagen, Tod oder Unregelmäßige Spontanatmung, Atemstillstand und Tod.

Wenn die Schmalkalder Einbrecher den Wein innerhalb von 24 Stunden getrunken hätten, dann hätten sie immer noch einen Wert von 6,85 Promille. In 41 Stunden und sechs Minuten wären sie wieder nüchtern – oder tot.