Dreiste Telefonmasche Tankstelle in Meiningen um Hunderte Euro betrogen

Ein angeblicher Hotline-Anruf legt in Meiningen eine Tankstelle lahm. Die Polizei warnt vor einer perfiden Betrugsmasche, die gezielt Mitarbeiter unter Druck setzt.

An einer Meininger Tankstelle ist diesmal der Betreiber und nicht der Kunde in den Fokus von Betrügern gerückt. (symbolbild) Foto: picture alliance/dpa

Ein Mitarbeiter einer Tankstelle in Meiningen ist am Sonntagnachmittag Opfer eines Betrugs geworden. Kurz vor 16 Uhr erhielt er einen Anruf von einer angeblichen Mitarbeiterin einer Hotline für Kassensysteme. Wegen einer „technischen Problematik“ werde sich gleich ihr Chef melden, um das Kassensystem umzustellen, hieß es.

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Der angekündigte Rückruf folgte prompt. Der Mann am anderen Ende des Telefons wirkte laut Polizei äußerst authentisch. Zweifel kamen beim Mitarbeiter nicht auf. Ein Legitimationscode wurde mitgeteilt und von der vermeintlichen Hotline-Mitarbeiterin bestätigt – alles wirkte professionell organisiert.

Dann forderte der angebliche „Chef“ Produktcodes für die Systemumstellung an. Der Tankstellenmitarbeiter übermittelte die verlangten Zahlenreihen – so lange, bis sich die Kasse plötzlich sperrte. Kurz darauf brach der Kontakt ab. Der Schaden: fast 400 Euro.

Die Polizei warnt ausdrücklich vor dieser und ähnlichen Maschen. Die Täter agieren freundlich, ruhig und überzeugend. Sie setzen ihre Opfer subtil unter Druck und suggerieren, der Betrieb könne ohne sofortiges Handeln nicht weiterlaufen. Besonders perfide: Selbst vor Unternehmen machen die Betrüger keinen Halt.

Was Sie (nicht) tun sollten:

  • Keine Codes, Gutscheinnummern oder Freischaltzahlen am Telefon herausgeben
  • Bei angeblichen Systemumstellungen immer selbstständig über offizielle Kontakte rückversichern
  • Im Zweifel sofort die Polizei informieren

Die Ermittlungen laufen.