Die regnerische Nebelstimmung schien geradezu perfekt für den Besuch des neuen Museums in Mödlareuth zu sein. Es ist dem Leben im plötzlich geteilten Dorf an der bayerisch-thüringischen Grenze, der deutsch-deutschen Geschichte gewidmet, die in zwei Systemen völlig unterschiedlich verlaufen ist. Besonders im Außenbereich verstärkte das diffuse Licht das Gefühl der Beklemmung, das sich auch dreieinhalb Jahrzehnte nach Grenzöffnung noch einschlich, wenn man unmittelbar vor einem Schutzzaun, einem Grenzzaun, vor riesigen Betonwänden, vor einem der Wachtürme, vor einem Beobachtungsbunker, vor einer Laufseilanlage für Wachhunde stand, die einst Ost von West abriegelten. Auch Suhler und Zella-Mehliser waren am vergangenen Samstag dort. Sie erlebten diese Momente eher für sich, jeder mit seinen eigenen Gedanken und Empfindungen als einen Teil des Tages, der ansonsten ein gemeinsamer, ein verbindender war.
Drei besondere Wandertage Suhler Wanderfreunde im Frankenwald
Dörthe Lemme 06.10.2025 - 15:31 Uhr