Dramatisches Finale Thüringer HC wirft den Europapokal weg

Drama pur im Europacup-Finale: Nach einer 15:6-Pausenführung verliert der Thüringer HC noch mit 25:29 gegen Gastgeber Dijon.

In der ersten Halbzeit überragend, nach der Pause dann meist chancenlos: THC-Torfrau Laura Kuske. Foto: Imago/Timon Peters

Keine Krönung: Der Traum des Thüringer HC von der erfolgreichen Titelverteidigung in der European League ist geplatzt. Die Mannschaft von Trainer Herbert Müller verlor am Sonntag im Endspiel gegen den französischen Gastgeber JDA Dijon auf bittere Art und Weise mit 25:29 (15:6), ein Jahr nach dem Triumph von Graz landete der Handball-Bundesligist im zweitwichtigsten europäischen Klubwettbewerb nach der Champions League diesmal auf dem zweiten Platz.

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Nach der ersten Halbzeit führten die Thüringerinnen noch mit einem souveränen Neun-Tore-Vorsprung, gaben dann aber das Spiel komplett aus den Händen. Die Gäste machten in der zweiten Halbzeit zu viele Fehler und Dijon spielte sich, angetrieben von den eigenen Zuschauern in einen Rausch. Nach 50 Minuten hatten die Gastgeberinnen beim 21:21 ausgeglichen. Vor der Pause verlor der THC Regisseurin Natsuki Aizawa mit einer Verletzung im Gesicht.

Damit bleibt es dabei: Eine Wiederholung des Triumphs ist bislang keinem Team gelungen. Beste THC-Werferinnen im Finale war Johanna Reichert mit acht Toren. Dennoch spielte der THC erneut eine grandiose Europacup-Saison. Sieger Dijon bekommt neben dem stattlichen Pokal von der EHF 40.000 Euro, der Thüringer HC kann sich mit 30.000 Euro trösten.

Im Halbfinale hatte das Müller-Team am Samstag den dreimaligen Champions-League-Sieger Viborg HK aus Dänemark ausgeschaltet (26:24). Johanna Reichert und Josefine Hanfland waren gegen den dreimaligen Champions-League-Sieger mit je fünf Toren die besten Werferinnen für den THC.

Viborg sicherte sich am Sonntag im kleinen Finale durch einen 35:30-Erfolg gegen Esztergomi Vitezek den dritten Platz.