Drama in der Wolfsgrube Zuschauer muss reanimiert werden

Zusammenstehen, das Motto der Stunde: Beide Mannschaften, als sie noch nicht ahnen, welch dramatischen Verlauf der Abend noch nehmen würde. Fotos: frankphoto.de/Bastian Frank Foto: frankphoto.de/Bastian Frank

In der Wolfsgrube erleidet ein älterer Mann offenbar einen Herzstillstand. Das Spiel wird unterbrochen.

Das Spiel der Suhler Volleyballerinnen gegen Vilsbiburg musste im dritten Satz beim Stand von 5:5 unterbrochen werden, da einer der Zuschauer auf den Tribünen medizinisch behandelt werden musste. Der ältere Mann, Beschreibungen nach etwa 60 Jahre alt, hatte offenbar einen Herzstillstand erlitten und musste wiederbelebt werden. René Becher aus dem Physiotherapeuten-Team des VfB und andere Helfer gaben dem Mann, der offenbar mehrere Minuten lang um sein Leben rang, eine Herzdruckmassage, ein in der Halle anwesender Anästhesist aus dem Suhler Klinikum versuchte es mit Mund-zu-Mund-Beatmung. Nachdem der Mann wieder ansprechbar war, wurde er von Medizinern und unter Applaus der Zuschauer aus der Halle gebracht. „Wir wünschen ihm gute Besserung“, sagte VfB-Präsident Alexander Mantlik, dem die Ereignisse noch lange nach dem Spiel ins Gesicht geschrieben standen.

Das sportliche Geschehen, inzwischen in den Hintergrund gerückt, ging nach 20 Minuten weiter – „für alle eine sehr schwierige Situation“, sagte Vilsbiburgs Trainer Florian Völker, „in den ersten Ballwechseln nach Wiederanpfiff haben beide Teams mit weniger Risiko gespielt.“ Völker fügte hinzu: „Wir hoffen natürlich, dass es dem Mann bald besser geht.“

Auch Suhls Trainer Laszlo Hollosy rang nach Spielschluss mit seinen Gefühlen. „Es ist nicht einfach, danach weiterzuspielen“, so der Ungar, „hoffentlich geht es ihm bald besser.“ Informationen über den Gesundheitszustand des Patienten waren am Sonntag nicht zu bekommen.

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