Doping-Skandal um Erfurter Arzt LSB erkennt Ansgard Schmidt Auszeichnung ab

Der deutsche Sportmediziner Mark Schmidt, Drahtzieher eines internationalen Doping-Netzwerks im Radsport und Wintersport. Foto: picture alliance/dpa/AFP-POOL/Christof Stache

Weil er persönlich an den Dopinghandlungen seines Sohnes beteiligt war, soll Ansgard Schmidt, Vater von Mark Schmidt, seine GutsMuths-Ehrenplakette zurückzugeben.

Erfurt - Im Frühjahr 2019 erschütterte der Dopingskandal um Mark Schmidt den Sport, der Erfurter Arzt wurde am 15. Januar 2021 durch das Landgericht München II zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Im Rahmen der konsequenten Haltung im Anti-Doping-Kampf und der Doping-Prävention hat das Präsidium des LSB nun die Entscheidung getroffen, Ansgard Schmidt, dem Vater von Mark Schmidt, die Auszeichnung mit der GutsMuths-Ehrenplakette in Bronze des LSB abzuerkennen. Er wurde aufgefordert, die ihm im Jahr 2009 verliehene Ehrenplakette samt Verleihungsurkunde unverzüglich zurückzugeben.

Grundlage für die Aberkennung war das vor Gericht abgegebene Geständnis, persönlich an den Do-pinghandlungen beteiligt gewesen zu sein. „Die aktive Beteiligung an den Dopingpraktiken verletzt in erheblichem Maße die Werte und Grundsätze des LSB Thüringen und schadet zutiefst dem Ansehen des Thüringer Sports, seiner Vereine und Verbände“, beruft sich LSB-Präsident Stefan Hügel auf die Satzung und die Ehrenordnung des LSB Thüringen.

Die GutsMuths-Ehrenplakette wird als Anerkennung für ehrenamtliches Wirken vergeben. Ansgard Schmidt hat sich viele Jahre ehrenamtlich im Thüringer Sport engagiert. rd

 

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