Digitaler Helfer Kontakterfassung künftig per SMS und E-Mail

In der Corona-Pandemie setzt das Landratsamt des Ilm-Kreises ab sofort auch auf digitale Lösungen. Foto: /Foto: Christin Klose

Das Gesundheitsamt des Ilm-Kreises setzt auf digitale Unterstützung in der Corona-Pandemie. Infizierte erhalten ab sofort eine SMS.

Arnstadt - Das Gesundheitsamt des Ilm-Kreises hat ab diesem Freitag einen „digitalen Kollegen“. Ziel der Aktion ist es, die Arbeit des Gesundheitsamtes zu vereinfachen und vor allem zu beschleunigen.

Ab diesem Freitag erhalten nach Angaben des Landratsamtes die neu infizierten Personen automatisch eine SMS oder eine E-Mail. Das ist möglich, da die Handynummer in der Regel mit dem Befund durch die Labore an das Gesundheitsamt übermittelt wird.

Die SMS beinhaltet einen Link, der auf eine Webseite führt. Über einen Fragebogen werden dort Daten abgefragt, die sonst telefonisch erfasst werden müssten, beispielsweise Angaben zum Impfstatus, zu vorherigen Corona-Infektionen, die Meldeadresse sowie die Symptome.

Bürger, die eine solche SMS erhalten, werden gebeten, diesen Fragebogen zeitnah online auszufüllen. Alle Angaben werden verschlüsselt übertragen und in die Software des Gesundheitsamtes (Sormas) übernommen. Dritte haben darauf keinen Zugriff, versichert das Landratsamt.

In einem zweiten Schritt erhält die infizierte Person eine weitere Nachricht, um die Daten ihrer Kontaktpersonen inklusive Handynummer und sofern bekannt, die E-Mail-Adresse, zu übermitteln. Auch die Kontaktpersonen werden anschließend per SMS kontaktiert, damit sie ihre Daten vervollständigen können. Auch diese Daten werden automatisch in die Software integriert und sorgen dafür, dass die Kontaktpersonen zeitnah den Bescheid über die Quarantäne erhalten.

Das Landratsamt bittet alle Bürger darum, das System zu nutzen, da es die Arbeit vereinfacht und zeitliche Abläufe verkürzt.

Wenn die technischen Voraussetzungen nicht vorhanden sind oder der Fragebogen aus gesundheitlichen Gründen nicht ausgefüllt werden kann, erfolgt frühestens 24 Stunden nach dem Versenden der SMS ein Anruf durch die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, um die Daten telefonisch abzufragen.

Die Corona-Pandemie hatte die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, insbesondere in der Kontaktnachverfolgung, immer wieder vor massive Herausforderungen gestellt. Mitunter mussten täglich hunderte Infizierte und eine noch größere Anzahl an Kontaktpersonen kontaktiert werden.

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