Das soll eine Entbürokratisierung sein? Der Aufwand ist ein Vielfaches höher!“, schimpft Anja K. Sie ist in der Personalabteilung eines Südthüringer Unternehmens auch für die Krankschreibungen der Kollegen zuständig. Früher bekam sie die gelben oder rosa Scheine der kranken Mitarbeiter auf den Tisch und musste die Fehlzeiten in der Buchhaltung berücksichtigen. Zwar mit Papieraufwand verbunden, aber lange eingeübt – und auch ein Grund dafür, weshalb es in den Arztpraxen bislang oft noch die seit 20 Jahren sonst nicht mehr üblichen Nadel-Drucker für die drei Durchschläge des Krankschreibungsformulars (Beschäftigter, Krankenversicherung, Arbeitgeber) gab.
Digitale Krankschreibung Gut gemeint und grottenschlecht gemacht
Jens Wenzel 20.03.2023 - 19:54 Uhr