Die Wahl im Altkreis Schmalkalden „Alles bestens, keine Probleme“

Strahlender Sonnenschein und sommerliche Temperaturen kennzeichneten den Tag der Tage für die Kandidaten der Wahl zum 20. Deutschen Bundestag. Bis Redaktionsschluss verlief sie reibungslos.

Schmalkalden - Die einzige Besonderheit, die Schmalkaldens Wahlkoordinatorin, Ina Böttner, zu vermelden wusste, waren mehrere Nachfragen wegen nicht erhaltener Briefwahlunterlagen. Ein Phänomen, das auch in Meininger Wahllokalen beobachtet wurde. Demnach meldeten sich mehrere Bürger, die angaben, trotz Antrag keine Briefwahlunterlagen erhalten zu haben. Die konnten mittels der weißen Benachrichtigungskarte im Wahllokal dennoch wählen, die verschwundenen Briefwahlunterlagen werden allerdings für ungültig erklärt.

Wo die Unterlagen abgeblieben sind, ist unklar. Vielleicht habe es schlicht mit dem grundsätzlich höheren Aufkommen von Briefwahlstimmen in der Pandemie zu tun. Alleine in Schmalkalden kamen von 3550 Anträgen rund 3400 ausgefüllte Wahlscheine zurück – und damit gut ein Drittel mehr, als zu vergangenen Wahlen, so Ina Böttner. Zum Auszählen wurden diese Stimmen gleichmäßig auf die heuer fünf Briefwahllokale verteilt – auch die zwei mehr, als 2017. Die Auszählung am Sonntagabend verlief reibungslos.

„Alles bestens, keine Probleme“, meldete auch der Wahlleiter der erfüllenden Gemeinde Breitungen, Sven Treisch, am Nachmittag. Breitungen betreut auch wahltechnisch die Nachbargemeinden Fambach, Rosa und Roßdorf mit. Von den 6645 Wahlberechtigten im gesamten Gebiet hatten 1382 Briefwahl beantragt, etwa doppelt so viele wie zu früheren Bundestagswahlen. Für die Auszählung wurde ein zentrales Briefwahllokal im Breitunger Rathaus eingerichtet und die Zahl der Wahlhelfer aufgestockt.

Auch in Steinbach-Hallenberg bestätigte sich der Trend steigender Briefwählerzahlen. Rund 2000 dürften es am Ende gewesen sein, schätzt eine Sprecherin vorbehaltlich des Endergebnisses am späteren Abend. Im Ortsteil Viernau wählten die Bürger erstmals in der Mehrzweckhalle, weil im Rathaus gerade eine Kindergartengruppe untergebracht ist. Nach dem Urnengang lohnte sich der Weg zum Rathaus für die Einwohner trotzdem, denn dort gab es Blasmusik, Bratwurst, Bier und Kirmesstimmung.

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