Schmalkalden - Die Industrie im Landkreis Schmalkalden-Meiningen hat sich wieder gefangen, aber ein Gewerbe ist ihr deutlich voraus: Bei der Bauwirtschaft, die viele Jahre im Keller lag, schießt das Wachstum förmlich durch die Decke. Im Juni dieses Jahres haben die Bauleute ein Umsatzstockwerk errichtet, das die Vorjahresgebilde noch einmal überragt. Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik kletterte der baugewerbliche Umsatz auf fast 15 Millionen Euro. Ein Rekordergebnis in der allerdings erst wenige Jahre befüllten Datenbank. Im Juni 2020 waren es zwei Millionen Euro weniger gewesen, das Wachstum lag also bei rund 14 Prozent. Dabei sind die Voraussetzungen mit denen vor einem Jahr vergleichbar. Wie 2020 sind die Ergebnisse von 20 Betrieben mit 20 und mehr Mitarbeitern übernommen worden . Auch die Zahl der Gesamtbeschäftigten hat sich kaum vergrößert. Das Thüringer „Bauhaus“ ist dabei die Landeshauptstadt Erfurt. Mit fast 34 Millionen Euro Umsatz überragt sie die Ergebnisse der Kreise Nordhausen und Gotha von 20 und 15 Millionen Euro um Längen. Schmalkalden-Meiningen verpasst den Treppchenplatz nur ganz knapp. Der Umsatzbringer der Firmen im Landkreis war der Tiefbau mit fast zehn Millionen Euro. In anderen Kreisen zeigt sich ein ähnliches Bild. Der Hochbau bleibt hinter dem Tiefbau zurück.
Die Mischer laufen Baugewerbe errichtet höhere Umsatzstockwerke
Thomas Heigl 05.09.2021 - 13:43 Uhr