Trump: Muss bei der künftigen Führung des Irans mitbestimmen
Nach der Tötung Chameneis wurde im Iran dem für die Übergangszeit ernannten Führungstrio mehr Macht gewährt. Dem provisorischen Führungsrat seien unter anderem die Befugnisse zur Erklärung von Frieden und Krieg übertragen worden, berichtete das iranische Onlineportal Didban.
Trump will bei der künftigen Führung des Irans mitbestimmen. "Ich muss in die Ernennung involviert sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela", sagte er dem US-Nachrichtenportal "Axios". Chameneis Sohn Modschtaba Chamenei lehne er als neues Staatsoberhaupt ab, sagte er demnach: "Chameneis Sohn ist für mich inakzeptabel", sagte Trump. Dieser sei ein "Leichtgewicht". Zuvor hatte die US-Regierung bestritten, einen Machtwechsel im Iran zu verfolgen.
Die kurdische Ehefrau des irakischen Präsidenten Abdel Latif Raschid, Schanas Ibrahim Ahmed, sprach sich zuvor gegen eine mögliche Offensive kurdischer Kämpfer im Iran aus. Sie bezog sich auf angebliche Pläne Trumps, iranische Kurden im Irak für eine Bodenoffensive im Iran zu gewinnen. Trump soll laut der "Washington Post" Unterstützung durch US-Kampfflugzeuge angeboten haben. Ob eine Bodenoffensive kurdischer Kämpfer im Iran bevorsteht, ist aber unklar.