Die Itz bei Schalkau Exkursion in das Reich des Bibers

Biberlebensräume sind artenreiche Biotope. Ein solches ist Ziel einer Wanderung des Nabu am 21. März nach Schalkau. Was hat sich an der Itz seit dem letzten Besuch getan?

Sichtbare Biberspuren. Foto: Nabu

„Historisch betrachtet war der Biber in Gesamtdeutschland verbreitet. Aufgrund intensiver Verfolgung war die Art Mitte des letzten Jahrhunderts nur noch in einem kleinen Bereich an der Mittelelbe zu finden. Biber waren in der Vergangenheit eine begehrte Beute aufgrund ihrer Pelze und als Nahrungsmittel. Mittlerweile ist die Art durch Schutzmaßnahmen und Wiederansiedlungsprojekte wieder weiter verbreitet. In Thüringen ist der Biber seit 2007 dauerhaft heimisch.“

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Am Flusslauf nach Biberspuren suchen

Mit diesen Informationen beginnt eine Einladung des Naturschutzbundes (Nabu) Henneberger Land an Naturfreunde. Laut Vorsitzender Marianne Herrmann geht es am Samstag, 21. März , an die Itz. Am Flusslauf können Interessierte schauen, was der Biber seit dem letzten Besuch verändert hat. Treffpunkt am 21. März ist 10 Uhr im Herrenwiesenweg (gegenüber Hundesportplatz) in Schalkau. Der Termin dauert bis etwa 12.30 Uhr. „Wir bitten um eine Spende von fünf Euro pro Person, für Nabu-Mitglieder ist das Angebot frei. Über die Teilnahme von Kindern freuen wir uns besonders; die Aufsichtspflicht liegt aber bei den Begleitpersonen.“

Als Lebensraum nutze der Biber sowohl fließende als auch stehende Gewässer. Er gelte zudem als Charakterart großer Flussauen mit Weichholzauen und Altarmen – und verändere durch den Bau von Dämmen, Kanälen und Burgen ganze Fluss- und Bachlandschaften. Biber zählen zu den wenigen Tierarten, die ihren Lebensraum nachhaltig selbst gestalten. Durch die Anlage von Dämmen wird Wasser angestaut, wodurch die Wasserstände lokal erhöht und die Eingänge seiner Bauten (Burgen) gesichert werden. Manchmal verteilen seine Aktivitäten das Wasser neu in der Landschaft und lassen kleine Teiche entstehen oder leiten Abschnitte von Fließgewässern um. Dabei unterstützt der Biber die natürlichen Prozesse in Auen und anderen Feuchtgebieten, die in der Vergangenheit vielerorts durch menschliche Eingriffe beeinträchtigt wurden, so der Nabu.