Polizeischutz für Unternehmenschef
Deutschland ist inzwischen der wichtigste Unterstützer der Ukraine. So wird bereits Rheinmetall-Chef Armin Papperger von der Polizei besonders geschützt. Laut einem Bericht des US-Senders CNN sollen US-Geheimdienste Anfang 2024 Mordpläne der russischen Regierung gegen ihn aufgedeckt haben, der Kreml dementierte.
Um die Dringlichkeit seines Hinweises zu untermauern, führt die Sicherheitsbehörde unter anderem die Veröffentlichung einer Liste des russischen Verteidigungsministeriums an - mit 21 europäischen Unternehmen, denen vorgeworfen wird, mit der Herstellung und Lieferung von Drohnen für die Ukraine in Verbindung zu stehen.
In seinem Hinweis zur "Sicherheits- und Verteidigungsbranche als Zielfläche" weist der Verfassungsschutz auch auf Störaktionen hin, die mit Russland nichts zu tun haben. So sieht er die Möglichkeit weiterer Aktionen mit dem Ziel, Rüstungsexporte nach Israel zu verhindern sowie ein "besonders hohes linksextremistisches Mobilisierungspotenzial durch Antimilitarismus".
Wirtschaftsminister fordert besseren Schutz von Unternehmen
Ob der Ukraine-Krieg aber auch im Fall des Münchner Anschlagsversuchs Hintergrund sein könnte, war zunächst unklar. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger forderte aber bessere Schutzmaßnahmen. "Wir müssen uns der Realität stellen, dass feige Angriffe auf deutsche Unternehmen und Infrastruktur zunehmen", sagte er. "Leider ist das nicht der erste Fall, in dem ein Technologieunternehmen mit Nähe zur Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ins Visier gerät."