Um beim Einkauf zu sparen, gehen laut Umfragen viele Verbraucher häufiger zum Discounter und achten verstärkt auf Sonderangebote. Etliche Menschen finanzieren sogar tägliche Ausgaben wie Lebensmitteleinkäufe auf Pump.
Dienstleistungen deutlich teurer, Energie nur etwas billiger
Das Leben in Deutschland hat sich im September auch in anderen Bereichen verteuert: Die Preise für Dienstleistungen lagen um 3,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Juli und August hatten die Dienstleistungspreise jeweils um 3,1 Prozent angezogen. Deutlich verteuert haben sich den Daten der Statistischen Landesämter zufolge etwa Kfz-Versicherungen sowie Tickets für Busse und Bahnen.
Energie war dem Bundesamt zufolge im September 0,7 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor. Im August hatten die Preise noch um 2,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen. "Im letzten September gab es bei Treibstoffen deutliche Preissenkungen. Daher dämpfen die Energiepreise den Verbraucherpreisanstieg nun deutlich weniger als noch zuvor", sagt Stephanie Schoenwald, Volkswirtin bei der Förderbank KfW.
Das Statistische Bundesamt berechnet jeden Monat, wie sich Preise zum Monat davor und zum Vorjahresmonat entwickelt haben. Dazu notieren die Statistiker in Geschäften, was Obst und Gemüse, Schuhe oder Möbel kosten. Wie hoch ist die Wohnungsmiete, was kostet der Sprit an der Tankstelle? Tausende Einzelpreise von Waren und Dienstleistungen werden repräsentativ nach dem stets gleichen Schema erfasst. Ein Teil wird auch im Internet erhoben.
Strom und Gas deutlich teurer als vor Ukraine-Krieg
Eine gute Nachricht: Im ersten Halbjahr 2025 wurden Gas und Strom für Haushalte in Deutschland etwas günstiger. Die Gaspreise liegen jedoch mehr als drei Viertel höher als vor Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 und der folgenden Energiekrise. Bei Strom ist es gut ein Fünftel.