Vielleicht haben sich Mario Voigt und Sven Schulze ja nur überlegt, wie man der AfD ein paar Prozente bei der Landtagswahl abjagen kann, ohne gleich wichtige Grundwerte aufzugeben. So gesehen könnte man die Forderung nach mehr Deutschtum im Radio noch als harmlosen Populismus auf einem Nebenschauplatz abtun. Zu fürchten ist aber, dass beide meinen, was sie da sagen und womit schon die SED mit ihren Ost-Lied-Quoten scheiterte: Die kulturellen Vorlieben der Gesellschaft von oben bestimmen.