Derby im Volleyball VfB Suhl empfängt VV 70 Meiningen

Tobias Walther-Raßmann

Zwei Topspiele an einem Tag: Am Samstag kommen der Tabellenzweite und -dritte der Volleyball-Thüringenliga in die Suhler Wolfsgrube zum Schlagabtausch mit dem VfB.

Duell auf Augenhöhe: Mit Suhl (in Weiß) und Meiningen treffen am Samstag der Thüringenliga-Spitzenreiter und der Ligadritte aufeinander. Foto: Norbert Scheidler

Für die Damen des VfB 91 Suhl II ist es mehr als ein normaler Thüringenliga-Spieltag. Trainer Elias Gröning spricht offen vom „Highlight-Spieltag der Saison“. Mit dem 1. VSV Jena II als Zweitplatziertem und dem VV 70 Meiningen als Drittplatziertem warten am Samstag (31. Januar) gleich zwei Schwergewichte der 5. Volleyball-Liga. „Das verspricht zwei Topduelle auf Augenhöhe“, so Gröning. Besonders gegen Meiningen, den langjährigen Thüringenliga-Meister, habe sich in den vergangenen Jahren eine Art Derby-Charakter entwickelt. Anpfiff ist um 11 Uhr in der Wolfsgrube.

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Der Spieltag kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt der Saison: Die zweite Hälfte läuft bereits und nach diesem Wochenende bleiben für Suhl nur noch vier Spieltage, darunter auch schwere Auswärtsaufgaben gegen genau diese beiden Gegner.

Nach einem großen Umbruch im Vorjahr hat sich das Suhler Team sichtbar gefunden. Die Mischung aus erfahrenen Spielerinnen und jungen Talenten trägt immer mehr Früchte. „Vor allem im Block-Abwehr-System haben wir enorme Fortschritte gemacht“, lobt Gröning. Doch noch wichtiger sei die gewonnene Stabilität in allen Elementen. Die Mannschaft schaffe es zunehmend, Gegnern ihr eigenes Spiel aufzuzwingen – unabhängig vom Spielstil auf der anderen Netzseite.

Während Jena mit Tempo, Athletik und Mut überzeugt, bringt Meiningen enorme Routine und Spielintelligenz mit. Zwei völlig unterschiedliche Herausforderungen.

Beide Spiele werden da ausgetragen, wo sonst die Bundesliga-Volleyballerinnen des VfB Suhl aufschlagen: in der Wolfsgrube. „Die Energie aus dem Publikum kann in engen Spielen den entscheidenden Impuls geben“, betont Gröning. Sein Wunsch an die Fans: lautstarke Unterstützung – in guten wie in schwierigen Phasen.

Was die Zuschauer am Wochenende in Suhl außerdem erwartet? Am Sonntag (1. Februar) gehört die Wolfsgrube dem Nachwuchs. Beim letzten Vorrundenspieltag der U16 weiblich ist der VfB 91 Suhl mit gleich zwei Teams in der höchsten Leistungsklasse (LK) vertreten. Trainer Tobias Walther-Raßmann zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung: Suhl I hielt sich die gesamte Saison stabil in der LK A, Suhl II sammelte wichtige Spielpraxis und wuchs kontinuierlich an das Niveau heran. „Die Entwicklung ist stabil und zielorientiert. Vor allem im Spielverständnis haben die Mädels große Schritte gemacht.“ Auch wenn der Spieltag tabellarisch nicht mehr alles entscheidet, hat er eine besondere Bedeutung: Noch einmal vor heimischem Publikum auflaufen, vor Eltern, Freunden und Unterstützern.