Der VfB in Schwerin Suhl kann nur reagieren

Der VfB Suhl kassiert beim Schweriner SC die bisher höchste Bundesliga-Niederlage.

Reaktion statt Aktion: Hier bemüht sich Suhls Julia Brown um einen Punktgewinn. Foto: MDIGRAFIE/Michael Dittmer

Nach dem verlorenen Pokal-Viertelfinale beim Dresdner SC hat Volleyball-Bundesligist VfB Suhl auch das Spiel beim Schweriner SC mit 0:3 (16:25, 18:25, 18:25) verloren. Es ist zugleich die höchste Niederlage für den VfB im bisherigen Verlauf der Punktspielsaison. Die Gastgeberinnen, die sich am Mittwoch bei den Roten Raben Vilsbiburg überraschend geschlagen geben und ihren Traum von der Pokal-Titelverteidigung aufgeben mussten, rehabilitierten sich perfekt. In der Liga hatte der SSC von Trainer Felix Koslowski bisher nur zwei Sätze abgeben müssen, und dabei sollte es auch nach der Partie gegen die Suhlerinnen bleiben.

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Gleich im ersten Satz war die Mannschaft von Suhls Cheftrainer Laszlo Hollosy lediglich in der Situation des Reagieren-Müssens denn das Agieren-Könnens. Oft war auch der VfB-Block den berühmten Wimpernschlag zu spät dran, zudem klemmte im Angriff die sprichwörtliche Säge. Im zweiten Satz kamen die Suhlerinnen, im Diagonalangriff jetzt mit Marie Hänle – sie war für Lena Kindermann eingewechselt worden – und im Außenangriff mit Eleanor Holthaus, die für Jenny Mosser übernommen hatte, besser zurecht. Allerdings sahen sie sich weiterhin den überragenden Aktionen der ehemaligen Erfurterin Jazmine White, der vom SC Potsdam an die Küste gewechselten Laura Emonts und der von Hollosy zur wertvollsten Akteurin des Abends gewählten Elles Dambrink gegenüber. Zwar wehrten sie sich nach Kräften, mussten den Gegner vor 1671 Zuschauern in der Schweriner Palmberg-Arena aber immer wieder weit davon ziehen lassen. Auch im dritten Durchgang vermochten es Hänle und Co. nur sporadisch Akzente zu setzen.