Der dritte und vorerst letzte Tag für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) begann in Meiningen früh am Morgen. Zum Abschluss seiner Ortszeit-Tour im Werrastädtchen standen gleich zwei Unternehmen auf der Tagesordnung, die nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung prägen, sondern auch für Generationen von Familien Lebensgrundlage sind. Um etwa 9 Uhr wurde der Staatsmann in das Gewerbegebiet Dreißigacker zum Hochtechnologieunternehmen Adtran chauffiert und durch die Werkhallen geführt. Der Anbieter für Kommunikationstechnik gründete sich einst in ehemaligen Hallen des VEB Robotron im Stadtteil Jerusalem, bevor im Gewerbegebiet Dreißigacker ein moderner Entwicklungs- und Produktionsstandort entstand, der erst kürzlich mit der terafactory erweitert wurde. Die Chefs von Adtran optical networking (bis vor kurzem als Adva bekannt) erklärten dem Bundespräsidenten die hochmoderne Produktionsstätte, in der aktuell 350 Angestellte arbeiten. Bei der Führung durch die Hallen machte sich Steinmeier ein Bild von dem Unternehmen, das Standards bei der superschnellen und sicheren Datenübertragung in Glasfasernetzen setzt. Mitarbeiterin Petra Senf schaute er bei ihrer Arbeit über die Schulter. Auch den Auszubildenden im Unternehmen stattete er einen Besuch ab. Steinmeier scherzte mit ihnen und zeigte sich erstaunt über die technischen Fähigkeiten, die sie in ihren jungen Jahren bereits vorweisen können. Einer dieser Azubis lernte den Bundespräsidenten sogar mit dem Lötkolben an: „Am Ende muss es leuchten“ – und genau das tat es dann auch.