Den Verfechtern der pluralistischen Demokratie ist es bisher nicht gelungen, die Wahlerfolge für deren Gegner zu mindern. Im Gegenteil: Je radikaler sich die AfD an den äußersten rechten Rand bewegt, desto erfolgreicher wird sie. Das sieht man in Thüringen, wo eine Partei in die Normalität von Politik und Alltag vordringt, deren Chef eine völkische und autoritär geführte Gesellschaft anstrebt. Das sieht man ganz aktuell in Sachsen-Anhalt, wo der kaum minder rechtsextreme AfD-Landesverband mit 40 Prozent Umfrage-Zustimmung bei der 2026 anstehenden Landtagswahl kurz vor der Regierungsübernahme stünde. Auch bundesweit gilt: Immer rüder wird der Ton von Weidel, Brandner und Co. und immer erfolgreicher.