Thüringen verharrt im Zangengriff von Überalterung, Geburtenrückgang und fehlender Zuwanderung. Laut einer am 30. März vom Landesamt für Statistik veröffentlichten Bevölkerungsvorausberechnung fürs Bundesland und seine Kreise, sinkt die Einwohnerzahl bis 2045 im Schnitt über alle Gebietskörperschaften hinweg um 15,1 Prozent, was 317.400 Personen entspricht. „Hauptursache für den Bevölkerungsrückgang wird der anhaltende Sterbefallüberschuss sein, der sich aus der Altersstruktur der Thüringer Bevölkerung ergibt und durch die außerordentlich niedrigen Geburtenzahlen der letzten Jahre noch verstärkt wird“, so die Statistiker. Jede kreisfreie Stadt und jeder Landkreis, so heißt es, wird Verluste verzeichnen, wenn auch in unterschiedlicher Intensität. Die Spanne reicht in der Spitze von minus 22,4 Prozent im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt bis minus 6,3 Prozent in der kreisfreien Stadt Weimar.
Demografie Südthüringen dünnt sich weiter aus
Andreas Beer 09.04.2026 - 06:00 Uhr