DDR-Geschichte Bundespräsident Steinmeier eröffnet Gedenkstätte Hoheneck

Das einstige Burgareal diente ab 1864 als Gefängnis. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Zusammen mit Schwerverbrecherinnen wurden in der DDR politisch verfolgte Frauen im berüchtigten Gefängnis Hoheneck eingesperrt. An sie erinnert eine neue Gedenkstätte.

 
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Stollberg - Bei einem Festakt mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Donnerstag die neue Gedenkstätte zum berüchtigten DDR-Frauengefängnis Hoheneck in Stollberg bei Chemnitz eröffnet. Dabei wird Steinmeier, begleitet von Zeitzeuginnen, das historische Zellenhaus und die neue Dauerausstellung besichtigen. Danach hält er eine Ansprache.

Das einstige Burgareal diente ab 1864 als Gefängnis. Von 1950 an richtete die DDR dort ihr größtes Frauengefängnis ein. Bis 1989 waren etwa 24.000 Frauen eingesperrt, rund 8.000 von ihnen aus politischen Gründen. Zeitweise waren dort auch Männer inhaftiert. Nach der Wiedervereinigung wurde es bis 2001 weiter als Justizvollzugsanstalt genutzt. Seit 2019 wurde nun an einer Neukonzeption für Dauerausstellung und Gedenkstätte gearbeitet.

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