Das war 2021 in Thüringen So vieles anders als gedacht

und Michael Reichel (Fotos)

Thüringen – was war da noch so in diesem Jahr? Unter anderem war 2021 ein Wahljahr, beinahe sogar doppelt mit Bundestags- und einer Landtagswahl. Doch es kam so vieles anders als gedacht.

Das C-Thema hat wahrscheinlich jeder satt: Corona, Lockdown, Impfen und was da alles dazu gehört. Deshalb verkneifen wir uns für den Thüringen-Rückblick auf dieser Seite mal soweit möglich diese Dinge. Und reden über...? Zum Beispiel das Wetter. Das hat uns neben den üblichen Wintereinbrüchen mit rutschenden Lastwagen in den ersten Monaten des Jahres am 7. Februar sogenannten Blutschnee beschert. Und noch mehr: Der Wintereinbruch war so heftig, dass auch im Flachland, etwa auf den Erfurter Domstufen Ski und Rodel gut waren – so dass sich das Bistum genötigt sah, ein Rodelverbot zu verhängen. Macht man ja auch eigentlich nicht, den für Schlittenkufen sind Treppen nun mal nicht gedacht.

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Wenn es denn aber anders kommt als gedacht, dann können auch schon mal Millionen futsch sein: Das erfuhr nicht nur Brotterode-Trusetal, sondern auch Finanzministerin Heike Taubert (SPD), als am 15. März die Greensill-Bank pleite war. Hier hatten auch einige andere Institutionen Geld angelegt.

Wo demgegenüber der Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann die Million parken wollte, die sich bei Ermittlungen zur Masken-Affäre (sorry, doch wieder Corona) auf seinem Konto fand, ist nicht bekannt. Wohl aber, dass ihn die Geschäfte seine Ämter kosteten.

Und damit war dann auch der Grundstein für den größten politischen Wirbel gelegt, der dieses Jahr prägte. Denn die Südthüringer CDU-Kreisverbände stellten als Ersatz für Hauptmann einen bundesweit heftig umstrittenen Direktkandidaten im Wahlkreis 196 auf: den geschassten Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen. Dass dies nicht zum angedachten Wahlsieg führte, hat wohl auch Ursachen außerhalb der Region wie etwa den unglücklichen CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet.

Besser als gedacht entwickelte sich demgegenüber die Bundesgartenschau in Erfurt, mit rund 1,5 Millionen Besuchern an den 171 Tagen. Während der Weihnachtsmarkt in der Stadt mit gerade einmal zwei Tagen Dauer in die Annalen eingehen dürfte. Auch das hatten sich die Organisatoren von der Stadt ganz anders gedacht...