Das Unwetter und seine Folgen 21 Einsätze im Wartburgkreis

red
Das Unwetter hat unter anderem Schäden auf dem Eisenacher Hauptfriedhof hinterlassen. Foto: Nicole Lehmann

Zu insgesamt 21 Unwetter-Einsätzen im Wartburgkreis mussten die Feuerwehren am Donnerstagabend bis gegen 21 Uhr ausrücken. Ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst erklärt, was unsere Region beim heutigen Unwetter erwarten könnte.

Hauptsächlich ging es darum, umgestürzte Bäume zu beseitigen – so unter anderem auf der B 278 zwischen Borsch und Buttlar, in Völkershausen, in Bermbach, in Diedorf, auf der B 19 zwischen Etterwinden und Wilhelmsthal, auf der B 62 zwischen Merkers und Hämbach, auf der L 1027 am Abzweig Richtung Winterstein, auf der L 1022 zwischen Dietlas und Menzengraben und auf der B 19 zwischen Barchfeld und Witzelroda.

Am Antoniusberg in Schweina hat der Sturm ein Dach komplett abgedeckt. In Diedorf in der Sportplatzstraße wurde eine Telekom-Leitung beschädigt. In Wutha brannte ein baum nach Blitzeinschlag.

Wegen der aktuellen Unwetterwarnung wird der Eisenacher Hauptfriedhof nach Mitteilung der Stadtverwaltung bis einschließlich Montag, 23. Mai, 7 Uhr, für den Besucherverkehr geschlossen. Bereits durch das Gewitter vom Donnerstagabend sind Schäden zu verzeichnen. Die für Samstag, 21. Mai, vorgesehenen Trauerfeiern müssen verschoben werden; die betreffenden Angehörigen werden aktuell durch das Bestattungsinstitut informiert und es wird schnellstmöglich ein neuer Termin vereinbart, so die Stadtverwaltung.

Unwetter heute

Für den heutigen Tag werde es ebenfalls schwere Gewitter in Thüringen geben, so der Meteorologe Jens Oehmichen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig. Zwischen 17 und 21 Uhr rechne man damit. „Dabei kommen von Westen her schwere Gewitter mit schweren Sturmböen, auch mit orkanartigen Böen (um die 100 km/h), mit Starkregen und großem Hagel (2 bis 5 cm)“ sagt er. Örtlich könne es auch Tornados geben. „Es wird sicher nicht flächendeckend zu derartigen Unwetter kommen, aber ich kann keine Region benennen, die nicht davon bedroht wäre“, erklärt der Meteorologe.

 

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