Das Allerneueste vom VfB Suhl Ereignisreicher Dienstag

Juliette Fidon-Lebleu Foto:  

Ein ereignisreicher Tag für den VfB Suhl. Erst verkündet der Volleyball-Bundesligist einen Top-Neuzugang, dann erfährt er seinen ersten Gegner im Challenge Cup.

Das Wichtigste zuerst: Der VfB Suhl Lotto Thüringen, Volleyball-Bundesligist und seit dem fünften Meisterschaftsplatz der vergangenen Saison in der ab Herbst beginnenden neuen Spielzeit im europäischen Challenge Cup spielberechtigt, hat in der ersten Runde ein Freilos. Damit steigt die dann runderneuerte Mannschaft von Trainer Laszlo Hollosy erst in der zweiten Runde in den Wettbewerb ein, wenn noch 32 Mannschaften vertreten sind.

Der Gegner der Suhlerinnen wird in der ersten Runde zwischen Slavia EU Bratislava (Slowakei) und Azerrail Baku (Aserbaidschan) ermittelt. Die Partien wurden bei der Auslosung in Luxemburg von der US-Amerikanerin Norisha Campbell gezogen, aus der Bundesliga bekannt durch ihre Zeit bei den Roten Raben Vilsbiburg.

„Bratislava wäre mir natürlich lieber – schon allein, weil die Anreise nicht so lang und natürlich nicht so teuer wäre“, sagte Hollosy am Dienstag. In die Slowakei könnte seine Mannschaft mit dem Bus reisen, nach Baku müsste sie einen langen Flug in Kauf nehmen. „Wir spielen in der Zeit vom 13. bis 15. Dezember auswärts und haben zwischen dem 20. und 22. Dezember ein Heimspiel“, sagte Benjamin Riemann, beim VfB unter anderem fürs Marketing zuständig. Die Liga startet Ende Oktober.

Der Challenge Cup, in dem der VfB Suhl in der Saison 2011/12 ins Halbfinale kam, wird im K.o.-Modus gespielt – die Mannschaft also, die in zwei Spielen die bessere ist, kommt eine Runde weiter, für die andere ist das Unternehmen Europa beendet.

Top-Verpflichtung

Der nächste, vielleicht zweitwichtigste Fakt des Dienstags: Dem VfB Suhl ist nach eigenen Angaben ein echter Spitzentransfer gelungen. Mit der 25 Jahre alten Französin Juliette Fidon-Lebleu schnappen sich die Südthüringerinnen eine erfahrene Spielerin für die anstehenden Aufgaben in nunmehr drei Wettbewerben.

Fidon-Lebleu ist für die Außen/Annahmeposition vorgesehen. Ihre Mutter war wie Juliette Kapitänin der französischen Nationalmannschaft, ihr Bruder vier Jahre lange Profispieler. Auf Klubebene spielte die 1,86 Meter große Außenspielerin bei Évreux Volley und dem französischen Topteam Béziers Angels, mit dem sie im Jahr 2018 auch den Meistertitel feierte. Ab 2019 absolvierte Fidon-Lebleu zwei Spielzeiten in der höchsten polnischen Liga, auch beim Spitzenklub KS DevelopRes Rzeszów, mit dem sie 2021 die Vizemeisterschaft holte. Sowohl mit Béziers als auch mit Rzeszów spielte sie in der Champions League. In der abgelaufenen Spielzeit erreichte sie zudem mit dem griechischen Team und CEV-Cup-Teilnehmer PAOK Thessaloniki das Halbfinale der Playoffs in Griechenland.

Teammanager Jens Haferkorn zeigt sich äußerst zufrieden mit seiner Neuverpflichtung im Außenangriff: „Da frühzeitig feststand, dass uns einige Leistungsträgerinnen auf dieser Position verlassen werden, mussten wir nach adäquatem Ersatz mit viel Erfahrung und Klasse suchen. Dabei ist es uns mit Juliette mehr als gelungen, die entstandene Lücke zu schließen. Juliette ist der Stabilisator, den wir für unsere Annahme gesucht haben. Mit ihrer Erfahrung und Routine wird sie uns sicher sehr viel Freude bereiten. Als ehemalige Kapitänin der französischen Nationalmannschaft und als Spielerin in französischen, polnischen und griechischen Topvereinen hat sie jede Menge Erfahrung und Erfolge sammeln können. Wir können stolz sein, dass sich eine solche Topspielerin dem Wolfsrudel anschließt.“ clf/rd

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