Dankeschön-Aktion Rotary-Weihnachtskekse für Mitarbeiter im Himmelblau

Dank sagen für die Arbeit im Seniorenwohnpark Himmelblau, das wollten die Mitglieder des Ilmenauer Rotary-Clubs. Einige von ihren hatten dafür vorab am Backherd gestanden.

Mitglieder des Rotary-Clubs Ilmenau haben unter anderem für die Mitarbeiter des Seniorenwohnparks Himmelblau Weihnachtsplätzchen gebacken. Rotary-Präsidentin Ute Oberhoffner (rechts) und Rotarierin Kathrin Schröder (2. von rechts) waren beim Backen dabei und übergaben jetzt die Kekstüten mit Grüßen vom Rotary-Club Ilmenau. Foto: Marina Hube

Ilmenau - Seit 25 Jahren gehört zu den Aktionen der Mitglieder des Rotary-Clubs Ilmenau, sich immer am Dezemberanfang in der Backstube von Bäckermeister Arnold Schneider in Geraberg zu treffen, um gemeinsam Plätzchen für den Ilmenauer Weihnachtsmarkt zu backen. Nicht so in diesem Jahr. Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus, sollte es kein gemeinsames Backen am gleichen Ort geben, wohl aber die Tradition fortgesetzt werden. So kam man auf das virtuelle Backen. Ein Tag wurde ausgesucht, an dem man per Videokonferenz über die Schultern der anderen Bäckerinnen und Bäcker schauen konnte, die aus dem Grundrezept für einen Mürbeteig ihre individuelle Geschmacksnote zur Vervollkommnung der Plätzchen einfließen ließen.

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Zwar saßen in neun verschiedenen Küchen Rotarier und fachsimpelten per Computer über das Thema backen, doch nicht jeder von ihnen hatte den Backherd angeheizt, sagt Ute Oberhoffner, Rotary-Präsidentin Ilmenau. Aus einer Küche in Darmstadt drang ebenfalls zur verabredeten Zeit Plätzchenduft. Hierhin ist eine Rotarierin verzogen. Die anderen, die nicht Teig kneteten, formten und ausstachen, gaben moralische Unterstützung, gute Ratschläge und verbreiteten über das Internet gute Laune. Nicht fehlen durfte dabei die traditionelle Weißwurst, die während des Backens verzehrt wurde.

Normalerweise werden die Plätzchen zum Ilmenauer Weihnachtsmarkt am Rotary-Club-Glühweinstand zum verkauften Glühwein dazugegeben. In diesem Jahr fiel der Weihnachtsmarkt aus und so dachte man sich, als kleine Aufmerksamkeit für die geleistete Arbeit in der jetzigen schweren Zeit handgefertigte Weihnachtsplätzchen an die Mitarbeiter der Seniorenwohnanlage Himmelblau zu verschenken. „Es ist jetzt fast eine zweijährige böse Zeit und wir sehen noch kein Ende“, sagt Kathrin Schröder, Pflegedienstleiterin im Himmelblau und selber Rotarierin. Es ist das erste Mal, dass die Rotarier das Himmelblau mit Keksen „belieferte“. Die 64 Mitarbeiter des Hauses sollen auf diese Weise eine kleine Würdigung ihrer Arbeit erhalten. Bisher habe noch keiner für sie gebacken.

Bei der Übergabe traten unter anderem auch Heimleiter Matthias Sehrt und Wohnbereichsleiterin Susanne Hoffmann mit vor das Haus, um die liebevoll verpackten Gebäcktüten entgegenzunehmen. Wer in das Objekt möchte, wird vorher getestet, egal ob Mitarbeiter oder Besucher. Das habe bisher gut geholfen, Coronainfizierungen gering zu halten. Kathrin Schröder sagt, dass man bisher einen Fall hatte.

Ute Oberhoffner weiß, dass die Kekstüte nur ein kleines Dankeschön in der schweren Zeit sein kann. Sie hofft dennoch, dass sich die Mitarbeiter des Hauses darüber freuen.